Chris Froome positiv getestet: Das steckt hinter Salbutamol

Tour-Sieger Chris Froome ist während der Vuelta am 7. September 2017 positiv auf Salbutamol getestet worden. Doch was ist Salbutamol eigentlich, welche Wirkung hat es, in welcher Dosis ist es im Radsport erlaubt? Zunächst handelt sich um ein gängiges Asthmamittel, das im Sport strengen Anwendungsregularien unterliegt. Die erlaubte Schwelle liegt bei 1000 Nanogramm pro Milliliter.

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Froome gab an, Salbutamol zur Bekämpfung seines Asthmas genommen zu haben: "Mein Asthma wurde während der Vuelta schlimmer und ich habe meine Salbutamol-Dosierung erhöht. Wie stets habe ich die größte Sorgfalt darauf verwendet sicherzustellen, dass ich nicht mehr als die erlaubte Dosis verwende."
Salbutamol hat in der Regel eine rasche und anhaltende Entspannung der glatten Muskulatur in den Bronchien zur Folge und gehört zur Gruppe der Bronchospasmolytika. Das Medikament ist rezeptpflichtig und wird als Inhalationslösung dargereicht.

"Arzneimittel zur Erweiterung der Bronchien"

Die "Apotheken-Umschau" ordnet Salbutamol als "Arzneimittel zur Erweiterung der Bronchien" ein, das zur "symptomatischen Behandlung von Erkrankungen mit rückbildungsfähiger (reversibler) Verengung (Obstruktion) der Atemwege wie z.B. Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver bronchialer Erkrankung (COPD) mit reversibler Komponente" eingesetzt wird. Darüber hinaus dient es zur "Verhütung von durch Anstrengung oder Allergenkontakt verursachten Asthmaanfällen".
Dr. Jean-Pierre de Mondenard erklärte gegenüber "AFP", dass die Anwendung von Salbutamol auch bei Nichtasthmatikern das Atemvermögen deutlich verbessere:
Froomes Radstall Sky führte an, dass auch bei der Verwendung erlaubter Dosen des Mittels eine erhöhte Konzentration der Abbauprodukte im Urin eines Fahrers möglich sei, etwa durch Dehydrierung oder Wechselwirkung der Substanz mit anderen Medikamenten oder Lebensmitteln.

Hoher Salbutamol-Wert bei Froome

In einer Pressemitteilung gab Team Sky bekannt, dass der Wert bei Froome nach der 18. Vuelta-Etappe bei 2000gn/ml gelegen habe - also der doppelten Menge, die erlaubt ist.
Eine Salbutamol-Konzentration oberhalb des Grenzwertes wird nicht mehr als erlaubte Therapie von Asthma-Symptomen angesehen, sondern als unerlaubte Leistungssteigerung. Es liegt dann am Athleten, durch eine Studie den Nachweis zu erbringen, dass der Messwert doch die Folge einer therapeutischen Inhalation ist.
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