Tony Martin kritisiert UCI: "Bei Froome wird mit zweierlei Maß gemessen"

Tony Martin hat nach der positiven Dopingprobe von Radsport-Star Chris Froome scharfe Kritik am Vorgehen des Weltverbandes UCI geübt und Vertuschungsvorwürfe geäußert. "Ich bin total wütend. Im Fall Christopher Froome wird definitiv mit zweierlei Maß gemessen", schrieb Martin in einem Statement auf seiner Homepage: "Das was hier läuft, ist inkonsequent, intransparent, unprofessionell und unfair."

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Katusha-Alpecin-Profi Martin erklärte weiter:

Martin klagt über Unverhältnismäßigkeit

Andere Sportler würden nach einer positiven Probe "sofort gesperrt. Ihm und seinem Team wurde von der UCI Zeit gegeben, sich zu erklären. Mir ist kein derartiger Fall in der jüngeren Vergangenheit bekannt", teilte der 32-Jährige mit: "Das ist ein Skandal, zumal er nicht einmal mehr bei der WM hätte antreten dürfen." Dort hatte Froome knapp zwei Wochen nach seiner positiven Probe bei der Vuelta Zeitfahr-Bronze geholt, Martin war Neunter geworden.
Das Vorgehen im Fall Froome führe laut Martin "den schweren Anti-Doping-Kampf, den ich und Fahrer wie Marcel Kittel führen, mit einem Schlag ad absurdum. Unsere Glaubwürdigkeit und die unseres großartigen Sports steht auf dem Spiel. Wir brauchen ein konsequentes und transparentes Vorgehen seitens der UCI."
Der viermalige Tour-Sieger Froome war bei seinem Vuelta-Triumph im September bei einer Dopingprobe positiv getestet worden. Dies teilte der Radsport-Weltverband UCI erst am Mittwoch offiziell mit. Demnach wurde in der Urinprobe des 32-Jährigen Briten vom Team Sky während der Spanien-Rundfahrt eine erhöhte Konzentration des Asthmamittels Salbutamol festgestellt. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis der A-Probe.
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