Eurosport
Snooker-WM 2016: Mit Brillanz und Matchhärte: Ding Junhui dreht das Match gegen Martin Gould
Von
Publiziert 21/04/2016 um 00:03 GMT+2 Uhr
In einem hochklassigen Thriller erreichte Ding Junhui mit 10:8 gegen Martin Gould das Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Sheffield. Dabei schien Ding schon geschlagen, als er mit 6:8 in Rückstand geriet. Doch mit brillantem Spiel und vor allem bemerkenswerter Matchhärte gewann er die nächsten vier Frames in Folge. Mit Breaks von 132, 110 und 100 Punkten schaffte Ding zudem drei Centuries.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Dabei hätte es leicht passieren können, dass der Widerstand von Ding Junhui nach dem 14. Frame gebrochen gewesen wäre. Da nämlich führte er bereits mit 66:12, doch Martin Gould erzwang ein Foul, holte acht weitere Punkte mit einem Freeball und gewann dann den Frame noch auf Schwarz zum 8:6.
Dabei war Gould bis zum 6:6 immer einem Rückstand hinterhergelaufen. Aber dieses Mal brach Ding nicht auseinander wie in ähnlichen Situationen in der Vergangenheit. Im Gegenteil: Mit brillanten Breaks von 132, 86 und 100 Punkten übernahm er mit 9:8 wieder die Führung und dominierte dann auch den 18. Frame mit drei kleineren Breaks.
Auch Hawkins weiter
Schon zuvor hatte Barry Hawkins durch ein 10:5 über Zhang Anda die zweite Runde im Crucible Theatre erreicht. Hawkins, der nun in einer Wiederauflage des WM-Finales von 2013 auf Ronnie O’Sullivan trifft, tat sich über weite Strecken allerdings schwer. Nur im letzten Frame zeigte er seine Brillanz, als er mit einer 141 für das neue höchste Break dieser WM sorgte. Trotzdem haderte er anschließend mich sich:
Keine Mühe hatte Mark Allen. Der Nordire löste sein Ticket durch ein 10:3 gegen einen am Ende überforderten WM-Debütanten Mitchell Mann. Schon nach der ersten Session hatte Allen mit 6:3 geführt und gewann dann am Mittwoch die vier Frames, die er noch benötigte, in Folge.
Trump liegt weit zurück
Eine Aufholjagd braucht am Donnerstag Judd Trump. Der Sieger der China Open liegt nach der ersten Session gegen Liang Wenbo mit 3:6 hinten. Liang war mit Breaks von 117 und 107 Punkten in das Match gestartet, doch bis zur Pause hatte Trump das 2:2 geschafft. Nach Wiederebeginn holte er auch nur noch einen Frame, als er aus einem Fluke eine 68 machte.
Hochklassig war auch die erste Session zwischen Joe Perry und Kyren Wilson. Wilson, der auch eine 130 schaffte, liegt dort knapp mit 5:4 vorne. Perry hatte schon mit 4:2 geführt. Doch mit Breaks von 58, 89 und 61 Punkten holte sich der Shanghai Masters Champion die letzten drei Frames. Bei seiner 89 war Wilson sogar auf Maximum-Kurs, verschoss aber die zwölfte Schwarze.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung