New England Patriots rutschen nach Niederlage gegen Indianapolis Colts in Frankfurt immer tiefer in Krise

Die New England Patriots finden auch beim NFL-Gastspiel in Frankfurt/Main keinen Weg aus der Krise. Gegen die Indianapolis Colts verlor der sechsmalige Super-Bowl-Sieger vor ausverkauftem Haus 6:10 (3:7). Bei den Patriots bahnt sich damit das Ende einer Ära an. Erfolgscoach Bill Belichick resümierte im Anschluss trocken: "Es ist hart. Wir waren einfach nicht gut genug, in jeder Hinsicht."

New England Patriots im Spiel gegen Indianapolis Colts

Fotocredit: Getty Images

Die lautstarken Frankfurter Footballfans bescherten den New England Patriots ein echtes "Heimspiel" - geboten bekamen sie nur ein weiteres Kapitel im Niedergang des erfolgreichsten Teams der NFL-Geschichte.
Der sechsmalige Super-Bowl-Champion findet weiter keinen Weg aus der Krise, beim zweiten Teil des Football-Doppelpacks am Main verloren die Patriots vor 50.144 Zuschauern mit 6:10 (3:7) gegen die Indianapolis Colts - das Ende einer glanzvollen Ära rückt damit immer näher.
New England kassierte bereits die achte Niederlage im zehnten Saisonspiel, und Bill Belichick, erfolgreichster Headcoach in der Geschichte der National Football League (NFL) und zusammen mit Quarterback-Ikone Tom Brady Architekt der sechs Titel, muss um seinen Job bangen.
Den Patriots droht die schlechteste Saison, seit der 71-Jährige im Amt ist - immerhin schon seit 2000.

NFL hätte drei Millionen Tickets verkaufen können

"Es ist offenkundig ein enttäuschendes Ergebnis", sagte ein schmallippiger Belichick, auch Tight End Hunter Henry zeigte sich frustriert: "Es ist hart. Wir waren einfach nicht gut genug, in jeder Hinsicht." David Andrews sah als positiven Aspekt zumindest die "großartige Atmosphäre" und sprach von einer "coolen Erfahrung".
Eine Woche nach dem Auftritt des Super-Bowl-Champions Kansas City Chiefs gegen die Miami Dolphins sorgte die NFL aber wieder für große Begeisterung bei den deutschen Fans.
Die milliardenschwere und auf ihre Auslandsvermarktung bedachte Liga dürfte mit dem Frankfurter Doppelpack hochzufrieden sein, weit über drei Millionen Tickets hätte sie für beide Spiele verkaufen können. Im kommenden Jahr kehrt die NFL mit einem Spiel nach München zurück, 2025 ist sie wieder am Main zu Gast.
Die Patriots, für die seit kurzem der ehemalige DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff als Berater tätig ist, gelten auch aufgrund ihrer immensen Erfolge in Deutschland als NFL-Team mit der größten Fanbasis. Zahlreiche Fans in blau-weißen Trikots untermauerten dies am Sonntag und sorgten für eine hörbare Überlegenheit.

Auch Fußball-Stars Hummels und Goretzka zu Gast

Auch die Fußball-Nationalspieler Mats Hummels und Leon Goretzka gaben sich die Ehre und begleiteten den Münzwurf vor dem Spiel auf dem Feld. Anschließend sahen sie zwar die Führung durch die Patriots per Field Goal, danach übernahmen aber die Colts das Kommando - Jonathan Taylor erzielte kurz vor Ende des ersten Viertels den ersten und einzigen Touchdown der Partie.
Highlights blieben Mangelware, es dominierten die Defensivreihen - rund vier Minuten vor Schluss unterlief Patriots-Quarterback Mac Jones kurz vor der Endzone eine Interception. Von der sportlichen Qualität her war das Spiel der Chiefs um Superstar Patrick Mahomes gegen Miami ein echter Leckerbissen gewesen, das zweite Frankfurt Game war auf dem Rasen eher Magerkost.
Dies lag auch daran, dass die Patriots nur noch ein Schatten ihrer selbst sind - der Glanz der erfolgreichen Zeiten mit sechs Titeln zwischen 2001 und 2018 verblasst immer mehr. Seit Brady 2020 zu den Tampa Bay Buccaneers ging, erreichte die erfolgsverwöhnte Franchise aus Massachusetts nur einmal die Play-offs.
Für das deutsche Gastspiel hatte New England in einem Frankfurter Hotel eigens das "Patriots-Haus" installiert. Hier konnten die Fans alle sechs Vince-Lombardi-Trophäen bestaunen - eine siebte dürfte so bald nicht hinzukommen.
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(SID)
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Quelle: Perform

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