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Mehr NFL-Spiele in Deutschland: Millionen Investition soll Standort sichern - "Berlin wäre spektakulär"
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Publiziert 11/11/2024 um 11:37 GMT+1 Uhr
Die Hauptstadt bringt sich als nächster deutscher Gastgeber für das Football-Spektakel der NFL in Stellung - sehr zur Freude des Ligabosses Roger Goodell. "Wir wollen auch in Zukunft in Deutschland spielen, ein NFL-Spiel in Berlin wäre spektakulär", sagte der Commissioner bei "RTL". Das Interesse aus Berlin bedeute nicht, "dass wir nicht nach Frankfurt und München zurückkommen", sagte Goodell.
Im Olympiastadion von Berlin könnte bald die NFL gastieren
Fotocredit: Getty Images
Football im Olympiastadion? Roger Goodell gerät bei der Vorstellung regelrecht ins Schwärmen.
"Ein NFL-Spiel in Berlin wäre spektakulär", sagte der Boss der US-Profiliga am Rande des diesjährigen Gastspiels in München. Die Weichen für eine Premiere in der Hauptstadt sind wohl schon gestellt.
Die Berliner Landesregierung plant von 2025 bis 2029 Investitionen in Höhe von bis zu 12,5 Millionen Euro, um Austragungsort zu werden.
Das berichtet der übertragende Free-TV-Sender "RTL". 1,55 Millionen Euro davon sollen im nächsten Jahr fließen. Und wenn Commissioner Goodell den Namen Berlin dann auch noch selbst in den Mund nimmt, darf das als vielversprechendes Signal gewertet werden.
Panthers vs. Giants in München ein voller Erfolg
Fest steht, dass die NFL in der kommenden Saison nach Deutschland zurückkehren wird. Bis dahin läuft der aktuelle Vertrag, doch es wird danach mit ziemlicher Sicherheit weitergehen. Zu interessant ist der Markt, zu gut laufen die Spiele.
Denn das Duell zwischen den Carolina Panthers und den New York Giants (20:17 n.V.) in der Münchner Allianz Arena war erneut ein Erfolg, dabei hatte die Liga zwei ihrer schlechtesten Teams geschickt. Bis zu 1,42 Millionen Zuschauer sahen bei "RTL" zu.
Natürlich war das Spiel ausverkauft - 70.132 Fans füllten die Tribünen - natürlich passte die Stimmung. Und die eindrucksvolle Choreo im weiten Rund, bestehend aus der Deutschland-Flagge und riesigem Liga-Logo, sorgte schon vor dem Kick-off für Gänsehaut.
"Es ist der Hammer", sagte Giants-Profi Jakob Johnson zum Event. Der Stuttgarter gehörte in München nicht zum Kader seiner Mannschaft, war aber dennoch begeistert.
Goodell will Interesse der deutschen NFL-Fans nutzen
"Das Wichtigste ist, dass wir nächstes Jahr nochmal in Deutschland spielen werden", betonte Goodell am RTL-Mikro. "Das wollen wir auch in Zukunft, weil es hier so viel Interesse gibt."
Es hätten neben München, schon bei der Premiere 2022 Austragungsort, und Frankfurt, wo 2023 gleich zwei Partien stattfanden, auch "andere Städte Interesse, Berlin ist eine davon".
Der ehemalige Giants-Profi Markus Kuhn, dem als erstem Deutschen ein Touchdown in der NFL gelang, ist optimistisch was Berlin angeht. "Es sieht relativ gut aus, dass wir nächstes Jahr schon über eine andere Stadt sprechen", sagte der TV-Experte.
Berlin will vom NFL-Hype profitieren
Am Dienstag will der Senat offenbar den Weg von politischer Seite freimachen, wenige Tage später entscheidet dann die Liga, wo gespielt wird.
Auch die deutsche Hauptstadt will vom Hype profitieren, die Landesregierung erwartet sich wohl sogar größere wirtschaftliche Effekte als beim alljährlichen DFB-Pokalfinale. Neben dem klassischen Football soll bald auch Mixed Flag Football im großen Stil in Berlin gespielt werden.
Die Stadt will sich als Gastgeber für die WM 2026 bewerben. Flag Football ist 2028 erstmals olympisch.
Die NFL setzt in ihrer Wachstumsstrategie auf viele Märkte im Ausland. In diesem Jahr war die Liga erstmals in Brasilien zu Gast, in London standen drei Spiele auf dem Programm, im kommenden Jahr geht es nach Madrid.
Auch in Mexiko-Stadt wird gespielt. Bislang sind acht Spiele im Ausland vereinbart, Goodell strebt "langfristig" sogar 16 an. Kurzfristig dürfte es nach Berlin gehen.
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(SID)
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