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European Championships - Bahnrad-EM: Letizia Paternoster erleidet bei Sturz Bruch und Gehirnerschütterung
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Publiziert 14/08/2022 um 11:26 GMT+2 Uhr
Die italienische Bahnrad-Weltmeisterin Letizia Paternoster hat sich bei ihrem schweren Sturz im EM-Ausscheidungsfahren in München einen Bruch des rechten Schlüsselbeins sowie eine Gehirnerschütterung zugezogen. Das teilte der italienische Verband mit. Die 23-Jährige verbrachte die Nacht im Krankenhaus. Bei Kristina Vogel wurden ob des Unfalls schlimme Erinnerungen an 2018 wach.
Massensturz! Weltmeisterin muss verletzt aufgeben
Quelle: Eurosport
In der steilen Kurve nach der Zielgeraden war Paternoster am Samstagabend mit mehreren Fahrerinnen zu Fall gekommen.
Sanitäter stützten ihren Nacken mit einer Halskrause, sie wurde mehrere Minuten hinter einem Sichtschutz behandelt und dann auf einer Trage von der Holzbahn transportiert.
Paternoster war dabei stets bei Bewusstsein, konnte sich nach Verbandsangaben aber nicht an den Unfall erinnern.
Die deutsche Starterin Lea Lin Teutenberg blieb von dem Crash verschont.
Vogel: Bahn nicht ursächlich für Sturz
Die Verkürzung der Rundenlänge auf der EM-Bahn in München von den üblichen 250 Metern auf 200 Meter war für die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel nicht ursächlich für den Unfall.
"Der Sturz hätte auf jeder anderen Bahn genauso ausgesehen, er war nicht charakteristisch für diese Bahn", sagte Vogel: "Er war charakteristisch für so ein Ausscheidungsfahren."
Zugleich lobte sie die Organisatoren: "Man sieht, wie schnell sie reagiert haben und da waren."
Vogel: Erinnerungen an Unfall von 2018 werden wach
Dennoch rief der Sturz ungute Erinnerung wach bei Vogel, die geschockt und sorgenvoll auf den Unglücksort schaute. Mit Schmerzen lag Paternoster auf dem Boden des Ovals, Ersthelfer versorgten die schwer gestürzte Italienerin hinter einem Sichtschutz, dann rückten Sanitäter mit einer Trage an - und Vogel schossen Gedanken an ihren eigenen schicksalshaften Unfall in den Kopf, bei dem sie sich 2018 einen Trümmerbruch des Brustbeins sowie eine schwere Wirbelsäulenverletzung zuzog.
"Sie liegt da und bewegt ihre Beine erstmal nicht ... man denkt automatisch wieder daran, es ist ein bisschen ein Flashback", sagte Vogel, die in ihrer Rolle als Kommentatorin in Sichtweite des Sturzes saß: "Ich weiß, wie es mir ging. Man hofft, dass bei ihr nichts ist."
Vogel hatte im Vorfeld ihre Skepsis über das Münchner Holzoval zum Ausdruck gebracht und Stürze in Disziplinen wie dem Zweiermannschaftsfahren oder dem Keirin befürchtet.
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(SID)
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