Olympia 2024 - Bahnradsport: Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch holen Bronze nach Weltrekord-Krimi

Kein Gold, nur ein Weltrekord ohne Wert: Das deutsche Teamsprint-Trio hat seine offene Rechnung mit den Olympischen Spielen nicht beglichen und statt der Krönung ihrer Erfolgs-Ära eine herbe Enttäuschung erlebt. Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch verpassten zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe in Paris trotz eines Weltrekords das Goldfinale - und mussten sich mit Bronze begnügen.

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Quelle: Eurosport

Die deutschen Sprint-Königinnen standen auf dem olympischen Podest, ihre Medaillen hatten sie sich hart erkämpft - und brauchten in diesem Moment doch vor allem Trost.
Bei Lea Sophie Friedrich flossen die Tränen, Emma Hinze und Pauline Grabosch kümmerten sich um die Kollegin. Denn Bronze im Teamsprint hatten sie soeben zwar gewonnen - doch sie hatten auch Gold verloren, ihren großen olympischen Traum.
"Sie waren definitiv enttäuscht", sagte Bundestrainer Jan van Eijden, es war ja auch ein echtes Drama gewesen. "Wir wollten so schnell fahren wie noch nie, das haben wir hingekriegt", sagte van Eijden, "und dann fahren zwei andere noch schneller. Das ist sehr ärgerlich." Denn trotz eines Weltrekords hatte das deutsche Trio das Goldfinale verpasst.
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Bronze tröstet später am abend doch noch

Im Duell um Bronze setzten sich die Serien-Weltmeisterinnen der Jahre 2020 bis 2023 gegen die Niederlande durch, immerhin.
Etwas später am Abend glänzte diese Medaille dann auch etwas schöner. "Es war unser Traum, egal welche Farbe", sagte Friedrich. Gold gewann anschließend Großbritannien gegen Neuseeland.
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Den obersten Platz auf dem Podium hatte eigentlich das Trio des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) angepeilt. "Bei den Mädels geht es um Gold. Alle Maßnahmen waren darauf ausgerichtet", hatte van Eijden gesagt. Nach einer soliden Qualifikation (45,644) drehten Hinze und Co. dann auch mächtig auf und untermauerten ihre Ambitionen.
Bei ihrem Erstrundenerfolg gegen Mexiko (45,377 Sekunden) verbesserte das Cottbuser Gespann auf dem rasend schnellen und frisch renovierten Holzoval den kurz zuvor aufgestellten Weltrekord der Britinnen.
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Neuseeland und Großbritannien fangen Deutschland ab

Statt des scheinbar sicheren Goldfinals folgte aber der Schock: Direkt im Anschluss legten erst Neuseeland (45,348) und dann Großbritannien (45,338) wieder nach und verdrängten das deutsche Trio noch von den ersten beiden Rängen.
Hinze und Friedrich blickten auf der Rolle fassungslos ins Leere. Grabosch, die anders als Hinze und Friedrich nicht im Sprint und Keirin antritt, legte das Gesicht in die Hände und trauerte der einzigen Goldchance bei ihrer Olympia-Premiere hinterher.
Hinze erlebte ein schmerzhaftes Deja-vu. Die 26-Jährige war vor drei Jahren als Dreifach-Weltmeisterin nach Tokio geflogen und ohne Olympiasieg wieder abgereist. In Paris soll die Revanche gelingen. Im Teamsprint bot sich allerdings die wohl größte Chance.
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Im Teamsprint der Männer belegten Luca Spiegel, Maximilian Dörnbach und Stefan Bötticher in 43,009 Sekunden den siebten Rang in der Qualifikation. Die erste Runde wird am Dienstag ausgefahren. In der Teamverfolgung der Männer fuhren Tobias Buck-Gramcko, Roger Kluge, Theo Reinhardt und Tim Torn Teutenberg hinterher und schieden als Neunte (3:50,083 Minuten) aus. Der Fokus im Ausdauerbereich der Männer liegt in Paris auf dem Madison. Dort wollen Kluge und Reinhardt um eine Medaille fahren.
(SID)

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