Finale der UCI Track Champions League in London nach schwerem Unfall im Keirin um Alessa-Catriona Pröpster abgebrochen
VonFelix Mattis
Update 09/12/2024 um 10:00 GMT+1 Uhr
Der Final-Abend der UCI Track Champions League 2024 in London ist vorzeitig abgebrochen worden. Nach einem schweren Unfall im Keirin-Vorlauf von Alessa-Catriona Pröpster und Katy Marchant im Lee Valley Park wurden alle weiteren Rennen abgesagt. Pröpster und Marchant waren über die Bande ins Publikum gestürzt. Alle Beteiligten kamen nach ersten Informationen aus London aber glimpflich davon.
Blythe gibt Entwarnung: Pröpster kommt glimpflich davon
Quelle: Eurosport
Im zweiten Vorlauf des Keirin-Turniers der Frauen waren die Deutsche Pröpster und die Britin Marchant bei hoher Geschwindigkeit über die 1,40 Meter hohe Bande gestürzt und kopfüber ins Publikum gekracht.
Die TV-Kameras zeigten den Ausgang und die Folgen des Sturzes mit Rücksicht auf die Betroffenen nicht, nach einigen Minuten aber gab es erste Entwarnung aus dem Velodrom: Pröpster blieb ohne schwerere Verletzungen und auch die Zuschauer kamen glimpflich davon.
Marchant wurde zunächst länger versorgt, befand sich aber auch in stabilem Zustand. Eurosport-Reporter Adam Blythe gab zudem Entwarnung aus dem Innenraum: Die Britin habe sich den Unterarm gebrochen, sei ansonsten aber "ok" und "in stabilem Zustand".
Dennoch fiel die Entscheidung schnell: Der Bahnrad-Abend im Olympia-Velodrom von 2012 wurde abgebrochen und alle noch ausstehenden Rennen abgesagt.
Marchant wurde in Begleitung des Arztes von British Cycling ins Krankenhaus gebracht. Röntgenaufnahmen zeigten einen Bruch von Speiche und Elle in ihrem rechten Unterarm sowie zwei ausgerenkte Finger, wie am Sonntagmorgen vermeldet wurde.
Pröbster und die vier betroffenen Zuschauer hätten die Halle am Abend nach dem Unfall verlassen können.
Offizielles Statement der gemeinsamen Veranstalter zur Absage
"WBD Sports, British Cycling, Lee Valley VeloPark und die UCI haben gemeinsam entschieden, alle weiteren Rennen des Abends abzusagen und senden unsere besten Wünsche für eine schnelle Genesung an beide Fahrerinnen und alle betroffenen Zuschauer. Außerdem danken wir dem medizinischen Personal für die schnelle Reaktion und die anhaltende Unterstützung", heißt es in einem Statement der Veranstalter.
"Wir arbeiten mit allen Parteien eng zusammen, um den Vorfall zu untersuchen, bevor wir angemessen in Aktion treten. Zum jetzigen Zeitpunkt werden wir keine weiteren Kommentare abgeben."
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