Bahnrad-WM: Deutsches Gold-Trio um Emma Hinze feiert Weltrekord-"Wahnsinn" bei perfektem Auftakt

Traumstart für das deutsche Teamsprint-Trio bei der Bahnrad-WM: Erstmals standen für die schnellen Frauen im Teamsprint drei anstatt zwei Runden auf dem Programm und Emma Hinze, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch waren eine Klasse für sich. In allen drei Rennen sorgten die jungen Deutschen für eine neue Weltrekordzeit und durften sich wieder die Regenbogentrikots überstreifen.

Die deutschen Teamsprinterinnen feiern WM-Gold in Roubaix 2021

Fotocredit: Getty Images

Emma Hinze verzierte die kahle Wand ihres Hotelzimmers mit dem Regenbogentrikot, die Goldmedaille hing sie darüber gut sichtbar an den Haken. Die Belege für den Traumstart in die Bahnrad-WM in Roubaix sah sich die 24-Jährige noch lange an - und empfand dabei wohl auch Genugtuung.
"Es macht auf jeden Fall wieder Spaß – das habe ich auch gebraucht", sagte Hinze.
An der Seite von Pauline Grabosch (Erfurt) und Lea Sophie Friedrich (Dassow) hatte Hinze am Mittwoch in 46,064 Sekunden Gold im Teamsprint-Finale gegen Russland gewonnen und den Weltrekord zum dritten Mal binnen weniger Stunden verbessert.
"Das fühlt sich großartig an. Ich bin sehr stolz, dass wir dreimal Weltrekord gefahren sind und das Trikot wieder erobern konnten", sagte Hinze, die bei der WM in Berlin im vergangenen Jahr mit Grabosch im Teamsprint triumphiert und insgesamt drei Goldmedaillen geholt hatte.
picture

Dritter Weltrekord: Teamsprinterinnen überragend zu Gold

Quelle: Eurosport

Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte Hinze mit Friedrich Silber gewonnen. Die fehlende Wertschätzung für den zweiten Platz nagte an ihr. "Trotzdem Glückwunsch zu Silber" oder "wenigstens hast du eine Medaille", habe sie zu hören bekommen, hatte die Cottbuserin vor dem WM-Start erzählt.
"Ich finde das nicht fair und auch ein bisschen traurig, dass einem trotz des Gewinns einer olympischen Silbermedaille so ein Gefühl vermittelt wird", sagte Hinze, die in Japan im Einzel das Podium knapp verpasst hatte.
picture

Dreimal Weltrekord, dreimal Gold: Teamsprinterinnen holen sich WM-Medaille ab

Quelle: Eurosport

Gold-Triumphe erst als Duo, jetzt als Trio

Seit Tokio habe sich ihre Einstellung wieder geändert. Damals sei alles "sehr ernst und auch ein bisschen verbissen" gewesen, so Hinze: "Heute war wieder die Leichtigkeit da. Ich bin heute anders rangegangen." Und davon profitierten auch ihre Teamkolleginnen Friedrich und Grabosch.
"Wir sind heute das erste Mal wirklich richtig zusammengefahren. Wir wissen, wo unsere Stärken sind. Wir waren die letzten Weltmeisterinnen zu zweit - jetzt sind wir die ersten Weltmeisterinnen zu Dritt. Wahnsinn", sagte Grabosch. Zum ersten Mal wurde der Teamsprint bei einer WM mit drei statt zwei Fahrerinnen ausgetragen.
Ab jetzt ist Hinze aber wieder auf sich alleine gestellt. Am Freitag (Finale 20.51 Uhr) hat sie die nächste Goldchance im Sprint, auch wenn die Titelverteidigerin schon bei einer Medaille glücklich wäre. Es muss nicht immer Gold sein. Das hat Emma Hinze im Olympiajahr 2021 gelernt.
picture

UCI Track Champions League : 2021 Calendar

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung