Dirk Nowitzki in FIBA Hall of Fame aufgenommen - Basketball-Legende hält emotionale Rede nach Panne bei Ehrung

Dirk Nowitzki hat bei seiner Aufnahme in die FIBA Hall of Fame einen besonderen Abend mit vielen emotionalen Momenten erlebt - inklusive eines kleinen Zwischenfalles. Doch nach den Problemen mit dem Teleprompter fand der Basketball-Star schnell seinen Rhythmus und blickte in einer bewegenden Rede auf seine Karriere zurück. Vor allem die Worte an seinen Mentor sorgten für Gänsehaut.

Dirk Nowitzki war bei der Rede kurz auf sein Handy angewiesen

Fotocredit: SID

Als der vermaledeite Teleprompter wieder lief, wandte sich Dirk Nowitzki an den Mann, ohne den er kaum dort oben auf der Bühne gestanden hätte: an seinen Mentor Holger Geschwindner.
"Harry Potter hatte Dumbledore, Alexander der Große hatte Aristoteles, und ich, ich hatte Holger", sagte der Basketballstar in seiner charmanten Dankesrede, mit der er seine Aufnahme in die Hall of Fame des Weltverbandes FIBA beging.
Seine Eltern Helga und Jörg-Werner, Schwester Silke und natürlich auch der mittlerweile 80 Jahre alte Geschwindner waren am Dienstagabend nach Berlin gekommen, um Nowitzki bei der Zeremonie im Kraftwerk gebührend zu feiern.
Dabei erinnerte der NBA-Champion von 2011 in seiner Ansprache daran, wie ihn der kauzige Geschwindner einst mit seinen höchst unkonventionellen Methoden zu einem der besten Basketballer der Welt machte.

Nowitzki musste "wie ein Frosch springen"

"Wir sind gerudert, haben geboxt, gefochten, Bücher gelesen. Ich musste einen Handstand machen, wie ein Frosch springen – und ich habe Saxophon gespielt", sagte Nowitzki. Damals habe er nicht begriffen, was das sollte.
"Was ich damals nicht verstand: Du hast mich als Person geformt. Und als Athlet im Gesamten. Nicht nur als Basketballer. Das verstehe ich heute. Du hast an mich geglaubt, als ich selbst nicht an mich geglaubt habe", so der 47-Jährige.

Basketball-Star blickt auf außergewöhnliche Karriere

In seiner rund zehnminütigen Rede wanderte Nowitzki einmal durch sein ganzes Leben, dankte seinen Eltern, die ihn schon als Kind zu sämtlichen Sportveranstaltungen gefahren hätten, und seiner Schwester, die gar seine Hausaufgaben für ihn übernommen habe.
Er blickte zurück auf die Zeit in den Jugendnationalmannschaften, auf WM-Bronze 2002 und EM-Silber 2005 mit dem A-Team und natürlich auch auf die glorreiche Ära bei den Dallas Mavericks, wo er "zum Mann herangewachsen" sei. Und 2019 in den Ruhestand ging.

Nowitzki schätzt mehr als nur Titel

All die Ehrungen und Titel, das erklärte Nowitzki in seiner typisch bodenständigen Art, stünden jedoch immer hinter dem Menschlichen zurück. "Erfahrungen bedeuten mehr als Pokale, Menschen bedeuten mehr als Pokale, und Geschichten bedeuten mehr als Reichtum", sagte der Würzburger.
Gerade deshalb, weil er auf FIBA-Level mit der Nationalmannschaft die Welt sehen durfte, bedeute es ihm viel, als erst zweiter Deutscher nach Detlef Schrempf in die Ruhmeshalle eingeführt zu werden.

Prompter-Panne sorgt für kurzen Schreckmoment

Umso unglücklicher, dass seine Ehrung mit einer Panne begann. Denn als er zu seiner Rede ansetzte, streikte zunächst der Prompter – minutenlang musste Nowitzki von seinem Handy ablesen. "Ich habe schon angefangen, zu schwitzen", gab er im Anschluss zu: "Das war schon eine stressige Situation."
Letztlich lösten die Techniker das Problem doch noch - Nowitzki dachte ohnehin aber gar nicht daran, sich die Feierstimmung vermiesen zu lassen. Auch lange nach der Zeremonie gab er noch Autogramme, knipste Selfies und gab Interviews.

Nowitzki bleibt sich treu

Neben seinen Erfolgen, mit denen er den Weg für die Weltmeister-Generation um Dennis Schröder ebnete, bestach Nowitzki immer durch diese Nahbarkeit. Ein Superstar, der zwar in den USA lebt, aber der deutschen Heimat nie entrückt schien.
"Er ist immer auf dem Boden geblieben, ein feiner Kerl und ein guter Freund", schwärmte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Nowitzki, so Weiss weiter, sei "ein absoluter Leuchtturm im Basketball."
(SID)
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Quelle: Perform


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