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Basketball-EM: Nationaltrainer Àlex Mumbrú übergibt krankheitsbedingt Trainerrolle wieder an Alan Ibrahimagic
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Update 08/09/2025 um 16:56 GMT+2 Uhr
Àlex Mumbrú wird die Rolle des Headcoaches für die restlichen EM-Spiele wieder an seinen Assistenten Alan Ibrahimagic übergeben. Wie der DBB meldete, habe der Spanier diese Entscheidung seinen Spielern und dem Betreuerteam am Montag in einem Meeting mitgeteilt. Nach seiner Erkrankung war Mumbrú erst am vergangenen Samstag im Achtelfinale gegen Portugal (85:58) auf die Bank zurückgekehrt.
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Quelle: Perform
Als Àlex Mumbrú vor die Presse trat, gab ihm die Mannschaft demonstrativ Rückendeckung. Dennis Schröder, Franz Wagner und all die anderen deutschen Basketballer bauten sich geschlossen hinter ihrem Bundestrainer auf, ehe dieser am Montag bei einer Pressekonferenz im EM-Teamhotel in Riga erstmals seit seiner Erkrankung öffentlich sprach.
Nachdem er freiwillig ins zweite Glied gerückt war, gab sich der Spanier kämpferisch. "Ich bin weiter der Headcoach des Teams, ich bleibe weiter beim Team. Es stimmt, dass ich nicht bei einhundert Prozent bin", sagte Mumbrú, auch teilte der 46-Jährige zum ersten Mal die genaue Diagnose - ihn plagt eine Pankreatitis, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Vor dem EM-Viertelfinale gegen Superstar Luka Doncic und seine Slowenen am Mittwoch (20:00 Uhr im Liveticker) hatte der Deutsche Basketball Bund (DBB) mitgeteilt, dass Mumbrú die Rolle des Headcoaches während der Spiele für die restliche Dauer der EM auf seinen Assistenten Alan Ibrahimagic überträgt, Mumbrú sitzt jedoch weiter auf der Bank.
Ibrahimagic könne "mit der Energie auftreten, die das Team während des Spiels braucht. Aber sonst bereiten wir die Spiele zusammen vor. Ich gehe nicht nach Hause. Ich bleibe beim Team. Wir kämpfen weiter." Darüber hinaus warb Mumbrú um Fokus auf Slowenien.
Konzentration auf Slowenien-Spiel
"Wir wollen, dass sich alle auf das konzentrieren, was wichtig ist. Das ist das Spiel - und nicht meine Situation", sagte er.
Mumbrú war am vergangenen Samstag beim Achtelfinale gegen Portugal (85:58) auf die Trainerbank zurückgekehrt. Der 46-Jährige war am 25. August nach der Ankunft im Vorrundenspielort Tampere/Finnland ins Krankenhaus eingeliefert worden, dort verbrachte er sechs Tage. Schon während dieser Phase war er von Ibrahimagic vertreten worden.
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Quelle: Perform
Bei der lange Zeit krampfhaften Partie gegen Außenseiter Portugal, die Deutschland letztlich dann doch mit 85:58 gewann, hatte Mumbrú noch längst nicht fit gewirkt. Er wechselte sich beim Coaching mit Ibrahimagic ab, in der zweiten Halbzeit gab dann fast ausschließlich Ibrahimagic die Anweisungen von der Seitenlinie und Mumbrú übernahm die Auszeiten im Sitzen.
Mannschaft stellt sich hinter Mumbrú
Die Mannschaft war am Montag bei der rund zehnminütigen Medienrunde neben Ibrahimagic und Mumbrú anwesend, um ihre Solidarität mit ihrem Coach auszudrücken. Sie wollte aber auch betonen, dass sie Mumbrús Situation medial nicht gänzlich korrekt wiedergegeben sah.
Dafür ergriff Maodo Lo das Wort. "So wie das dargestellt wurde, dass er seine Funktion als Trainer nicht mehr ausfüllen kann, ist nicht zu einhundert Prozent wahr. Er ist weiterhin da, wir spielen weiterhin sein System."
Für Mumbrú persönlich ist die Situation indessen äußerst unglücklich. Der Familienvater, der einst als Spieler mit Spanien Welt-und Europameister geworden war, war im Vorjahr mit großen Ambitionen zum DBB gekommen, um das schwere Erbe von Weltmeister-Trainer Gordon Herbert anzutreten. Nach seiner Zeit in Bilbao und beim EuroLeague-Klub Valencia Basket ist die deutsche Nationalmannschaft erst seine dritte Trainerstation - sowie die größte und prestigeträchtigste Aufgabe.
Mumbrú vom Körper ausgebremst
Und nach leichten Anpassungsschwierigkeiten in der Vorbereitung brillierte das Team bei der EM mit der von Mumbrú erdachten schnellen Spielidee, doch sein Körper bremste ihn selbst aus. "Das kann keine gute Situation sein. Da kriegst du eine Riesenchance, bei so einem geilen Team zu coachen, und bist eigentlich das ganze Turnier auf halb acht", sagte Weltmeister Moritz Wagner, der die Spiele bei MagentaSport als TV-Experte analysiert, im Podcast "Abteilung Basketball".
Doppelt bitter ist die Situation, da im kommenden Jahr kein großes Turnier stattfindet. Erst 2027 steht bei der WM in Katar die Mission Titelverteidigung an.
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(SID)
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