NBA: Nikola Jokic führt Denver Nuggets im Finale gegen Miami Heat zum ersten Titel der Klubgeschichte

Nikola Jokic hat die Denver Nuggets zum ersten NBA-Titel der Klubgeschichte geführt. Das Team um den zweimaligen MVP gewann das fünfte Playoff-Finale gegen Miami Heat in der Nacht zu Dienstag 94:89 und entschied die Best-of-seven-Serie mit 4:1 für sich. Denver gelang gleich bei der ersten Finalteilnahme der große Wurf. "Die Arbeit ist erledigt und wir können jetzt nach Hause gehen", sagte Jokic.

Highlights: Jokic führt Nuggets zur Championship

Quelle: Perform

Nikola Jokic legte liebevoll seinen Arm um die kleine Ognjena und vergaß für einen Moment das wilde Treiben um ihn herum. Die Fans brüllten "MVP, MVP", seine Mitspieler tätschelten dem serbischen Topstar immer wieder anerkennend den Kopf, und auf den Straßen vor der Ball Arena ging der Punk ab. Doch Jokic genoss es in seinem größten Moment vor allem, seine kleine Tochter bei sich zu haben.
"Es fühlt sich gut an. Der Job ist erledigt und wir können jetzt nach Hause gehen", sagte der serbische Ausnahmespieler, als er seine Mission abgeschlossen und die Denver Nuggets zum ersten NBA-Titel der Klubgeschichte geführt hatte. Und das meinte er ziemlich wörtlich. Als Jokic erfuhr, dass die Meisterparade erst am Donnerstag stattfindet, meine er: "Nein, ich muss nach Hause."
Er wird den Flug in die Heimat noch einmal umplanen müssen, denn der Hauptprotagonist des Championship-Coups darf nicht fehlen. Nach dem 94:89-Erfolg gegen die Miami Heat, der das entscheidende 4:1 in der Best-of-seven-Serie der Finals brachte, brachen alle Dämme in der Hauptstadt Colorados.
Jokic, der später dann doch noch ein wenig zum Feierbiest mutierte, mit Skibrille auf dem Kopf Champagner versprühte und seinen kongenialen Partner Jamal Murray in den Pool schmiss, wurde als wertvollster Spieler (MVP) der Finals ausgezeichnet. Er ist erst der vierte Europäer nach Tony Parker (Frankreich/2007), dem deutschen Idol Dirk Nowitzki (2011) und Giannis Antetokounmpo (Griechenland/2021), dem diese Ehre zuteil wurde. Selten war die Verteilung des Awards so unstrittig.

Jokic beendet Finalrunde mit Rekord

Als erster Spieler in der Geschichte der Eliteliga erzielte Jokic in der Meisterrunde die meisten Punkte, schnappte sich die größte Anzahl an Rebounds und lieferte die meisten Assists aller Spieler. Er beendete die Playoffs mit zehn Triple-Doubles - ein Rekord.
Für den Profi aus der Stadt Sombor im Nordwesten Serbiens war der Weg zum Titel eine "lange Reise", wie es der Riese selbst beschrieb. Jokic, den Fotos schon als Fünfjährigen im Nuggets-Pullover zeigen, war als Kind eine solche Karriere nicht anzusehen. Für seine Trikotnummer entschied er sich aus ganz pragmatischen Gründen. "Ich war pummelig, ich war groß, und die 15 war das größte Trikot", sagte Jokic jüngst.
Obwohl er selbst nicht wirklich an einen Sprung in die NBA glaubte, wurde er 2014 dann gedraftet - nicht als einer der sogenannten Toppicks, sondern als 41. Neun Jahre später ist er zweimaliger wertvollster Spieler der Hauptrunde (2021, 2022), fünfmaliger Allstar und neuerdings auch NBA-Champion sowie Finals-MVP.
Seine Landsleute liegen Jokic zu Füßen, er ist längst der zweite Superstar Serbiens neben Tennisikone Novak Djokovic. Als Jokic nach dem Titelgewinn nachschauen wollte, ob ihm der "Djoker" schon gratuliert hatte, brach er schnell ab. "Oh, come on" - zu viele Nachrichten fluteten das Smartphone von Jokic, der vor allem eins wollte: Nach Hause.

Die NBA-Finalserien seit 1947

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(SID)
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Highlights: Jokic wie einst Jordan - Nuggets führen gegen Heat

Quelle: Perform

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