Olympia 2021: Julius Thole und Clemens Wickler scheitern im Viertelfinale - Medaillentraum geplatzt

Julius Thole und Clemens Wickler haben bei ihrer olympischen Premiere das Halbfinale verpasst. Das Duo aus Hamburg unterlag den Weltmeistern Viacheslav Krasilnikov und Oleg Stoyanovskiy (ROC) in der Neuauflage des WM-Finals mit 0:2 (16:21, 19:21) und muss den Traum von einer Medaille in Tokio begraben. Bei den Wettbewerben im Shiokaze Park waren zuvor auch die beiden Frauen-Teams leer ausgegangen.

Thole/Wickler (Germany) lose against Stoyanovskiy/Krasilnikov (ROC) - Olympics 2021

Fotocredit: Getty Images

Clemens Wickler feuerte seine Kappe in den Sand, Julius Thole stemmte völlig frustriert die Hände in die Hüften und schüttelte den Kopf: Der olympische Medaillentraum der deutschen Beachvolleyballer ist geplatzt. In der Neuauflage des WM-Finals von 2019 verloren Thole/Wickler gegen die russischen Weltmeister Viacheslav Krasilnikov/Oleg Stoyanovskiy mit 0:2 (16:21, 19:21). Ihre olympische Premiere endete damit ohne das erhoffte Edelmetall.
Statt als erstes deutsches Duo nach London-Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann ins Halbfinale einzuziehen, muss das Team aus Hamburg die Heimreise antreten. Bei den Wettbewerben im Shiokaze Park waren zuvor auch die beiden Frauen-Teams leer ausgegangen.
Damit bleibt es dabei: Den Sprung aufs Treppchen haben im Männer-Beachvolleyball bislang einzig Brink/Reckermann 2012 sowie das Duo Jörg Ahmann/Axel Hager mit Bronze in Sydney 2000 geschafft. Bei den Frauen triumphierten vor fünf Jahren in Rio Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Beachvolleyball ist seit den Sommerspielen 1996 in Atlanta olympisch.
Thole/Wickler waren souverän ins Viertelfinale eingezogen, doch Stoyanovskiy/Krasilnikov zeigten ihnen am Mittwoch die Grenzen auf. Vor den Augen von Rio-Olympiasiegerin Laura Ludwig, die im Viertelfinale mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch ausgeschieden war, lieferten sich beide Teams ein hochklassiges Duell. Während die Russen meist mit brachialer Gewalt agierten, versuchten es Thole/Wickler mit spielerischer Raffinesse - doch kamen damit zu selten durch.
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Tokyo 2020 - ROC vs Germany - Beach Volleybal Men's Quarterfinal - Olympic Highlights

Quelle: Eurosport

Thole/Wickler verschlafen Anfangsphase komplett

"Es ist auf jeden Fall gut, dass es kein Finale ist. Da haben wir nämlich schon drei mal verloren", hatte Wickler vor dem Duell gesagt. Auch London-Olympiasieger Brink gab sich zuversichtlich. "Ich mache mir da gar keine Sorgen", sagte er. Ja, es gehe nun gegen die Weltmeister, aber wenn Thole/Wickler so weiterspielten, habe er da "keine große Angst". Schon vor der K.o.-Runde hatte Brink gesagt: "Wenn sie in der Birne klar bleiben, ist eine Medaille drin." Doch daraus wurde nichts.
Im Gegensatz zum Achtelfinale, als das deutsche Team die Anfangsphase verschlief, präsentierten sich Thole/Wickler diesmal zwar mit dem ersten Ballwechsel voll auf der Höhe. Doch in entscheidenden Momenten agierten Stoyanovskiy/Krasilnikov mit mehr Präzision und ließen den Deutschen am Ende keine Chance.
In der Turniervorbereitung waren Thole/Wickler von zwei Verletzungen zurückgeworfen worden. Erst durchkreuzte Wicklers akute Blinddarm-OP die Pläne, dann erlitt Thole eine Bänderverletzung. Dennoch spielten sie in Tokio eine starke Vorrunde und schafften es souverän bis ins Viertelfinale. Dort war Endstation.
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(SID)
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Übers Netz gebrüllt: Schweizer Beach-Duo nach Kraftakt im Halbfinale

Quelle: Eurosport

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