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Laura Dahlmeier wieder ganz oben: Sieg bei Verfolgung in Antholz

VonSID

Update 20/01/2018 um 16:57 GMT+1 Uhr

Laura Dahlmeier hat sich mit dem zweiten Saisonsieg endgültig zur Top-Favoritin für die Olympischen Winterspiele in PyeongChang (9. bis 25. Februar) aufgeschwungen. Beim Weltcup in Antholz, der Olympia-Generalprobe, triumphierte Dahlmeier in der Verfolgung über 10 km trotz einer Strafrunde vor der Italienerin Dorothea Wierer (2/+17,3) und der Weißrussin Darja Domratschewa (2/+20,2).

Laura Dahlmeier bei der Verfolgung in Antholz

Fotocredit: Getty Images

Laura Dahlmeier konnte es gar nicht abwarten. Im Eiltempo sprintete die Königin der Biathleten die Rampe zum Podest hinauf und sprang beherzt auf ihre angestammte Stufe. Sie strahlte, jubelte - und freute sich über die Gewissheit, knapp drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Top-Form zu sein. "Es ist ein absoluter Traum, schöner geht es nicht", sagte die 24-Jährige nach ihrem Sieg im Verfolger von Antholz.
Nach zwei auskurierten Infekten, einem enttäuschenden Resultat beim Heimspiel in Ruhpolding und ersten kritischen Stimmen hat die siebenmalige Weltmeisterin spätestens am Samstag die Skeptiker wieder verstummen lassen. Die Art und Weise, wie sie vor malerischer Bergkulisse ihren 19. Weltcup-Sieg und den zweiten in dieser Saison errang, erinnerte an die glänzende WM vor einem Jahr, als sie mit fünf Triumphen Geschichte geschrieben hatte.
"Das Rennen ist genauso abgelaufen, wie ich es mir gewünscht habe", sagte Dahlmeier, die "unheimlich stolz" auf ihre Leistung war. Denn im Jagdrennen über 10 km muss man "konzentriert sein, dem Druck standhalten und sein Ding machen" - genau das tat die Bayerin.

Dahlmeier nervenstark am Schießstand

Als Sprint-Zweite mit einem Rückstand von zwölf Sekunden in die Loipe gegangen, arbeitete sich Dahlmeier Schritt für Schritt nach vorne. Die Strafrunde beim ersten Anschlag blieb an diesem Tag die einzige, und während beim letzten Schießen ihre Rivalinnen patzten, behielt Dahlmeier die Nerven.
"Das ist in der Verfolgung unheimlich wichtig. Irgendjemand schießt die Fehler schon. Man muss eben schauen, dass man es nicht selbst ist", sagte Dahlmeier über ihre Strategie. Den ersten Fehler bezeichnete sie als "Leichtsinnsfehler", der aber verschmerzbar war, weil sie danach ein perfektes Rennen ablieferte.
Und das stimmte Fans, Team und vor allem Dahlmeier selbst vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) ziemlich zuversichtlich. "Wenn man ein Rennen gewinnt, dann ist man dort, wo man hingehört und wo man hin will. Antholz ist für mich ein gutes Pflaster, es gibt keinen besseren Ort", sagte Dahlmeier.

Auch Preuß für Olympia qualifiziert

Ein Erfolgserlebnis feierte vor 22.000 Zuschauern auch Franziska Preuß (Haag/2), die mit ihrem zehnten Platz als letzte DSV-Athletin die Olympia-Norm knackte. Denise Herrmann (Oberwiesenthal/5) auf Platz zwölf, Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/3) als 18. und Vanessa Hinz (Schliersee/4) auf Rang 20 komplettierten das gute Mannschaftsergebnis. Maren Hammerschmidt (Winterberg) kam nach vier Strafrunden auf Platz 24 ins Ziel. Alle werden in Südkorea dabei sein.
Bei den Männern verpasste Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) hingegen seinen zweiten Podestplatz nacheinander knapp. Bei der nächsten Galavorstellung des norwegischen Seriensiegers Johannes Thinges Bö überzeugte der Dritte im Sprint vom Freitag als einziger DSV-Athlet, musste sich im Verfolgungsrennen aber mit dem vierten Rang begnügen.
Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau) wurde nach vier Strafrunden als 16. zweitbester Deutscher, auch Johannes Kühn (Reit im Winkl) schoss viermal daneben und kam auf Rang 28 ins Ziel. Erik Lesser (Frankenhain/5) wurde nur 37., Roman Rees (Schauinsland/4) kam auf Platz 40.
Nach dem Jagdrennen der Männer, das um 15:00 Uhr (live bei Eurosport) beginnt, finden am Sonntag (ab 12:30 Uhr) noch die Massenstarts statt. Nach einer kurzen Pause bereiten sich die Biathleten dann in Hochfilzen auf die Olympischen Spiele vor, ehe am 5. Februar der Flieger nach Südkorea abhebt.
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Dahlmeier im Siegestaumel: So triumphierte sie in Antholz

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