Eurosport
Bergung der Leiche von Laura Dahlmeier mit "unglaublichen Risiken" möglich - Retter Jackson Marvell gibt Einblicke
Von
Update 01/08/2025 um 11:17 GMT+2 Uhr
Eine Bergung der tödlich verunglückten Laura Dahlmeier scheint weiterhin nicht ausgeschlossen. "Die Bergung von Lauras Leichnam wird möglich sein, aber sie ist sowohl zu Fuß als auch mit einem Helikopter mit unglaublichen Risiken verbunden", sagte der amerikanische Bergsteiger Jackson Marvell der "AFP". Marvell war an der ersten vergeblichen Rettungsmission am Laila Peak beteiligt gewesen.
Dahlmeier-Seilpartnerin Krauss schildert schrecklichen Unfall
Quelle: SID
Eine Bergung der tödlich verunglückten Laura Dahlmeier ist nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht vorgesehen. "In Abstimmung mit dem Alpine Club of Pakistan (ACP) wird aktuell aufgrund der vorherrschenden objektiven Gefahren am Laila Peak keine Bergung des Leichnams von Laura Dahlmeier durchgeführt", teilte das Management der einstigen Biathletin mit.
Ergänzte aber: "Die Angehörigen werden im Austausch mit den Behörden vor Ort die Situation am Laila Peak beobachten und halten es sich offen, eine Bergung zu einem späteren Zeitpunkt zu veranlassen."
Die Verhältnisse am Laila Peak in Pakistan, an dem Dahlmeier am Montag tödlich verunglückt war, seien derzeit äußert gefährlich, hatte zuvor der amerikanische Bergsteiger Jackson Marvell der Nachrichtenagentur "AFP" vor Ort in Pakistan berichtet.
"Die Bergung von Lauras Leichnam wird möglich sein, aber sie ist sowohl zu Fuß als auch mit einem Helikopter mit unglaublichen Risiken verbunden."
Dahlmeier wollte Bergung nicht
Marvell war neben dem deutschen Thomas Huber sowie dem erfahrenen Bergsteiger und Expeditionsleiter Alan Rousseau aus Frankreich und Tad McRea aus den USA an der ersten vergeblichen Rettungsaktion der verunglückten Dahlmeier am Laila Peak beteiligt gewesen.
Der Berg habe sich, so Marvell weiter, "in den letzten 48 Stunden erheblich verändert, es gibt jeden Tag erhebliche Steinschläge. Und selbst mit einer langen Leine an einem Helikopter gibt es immer noch viele Steinbrocken, die die Wand hinunterfallen."
Dahlmeier war auf rund 5700 m von einem Steinschlag getroffen worden. Eine Bergung war bislang nicht möglich. Das Management von Dahlmeier hatte am Mittwoch daher mitgeteilt, dass es Dahlmeiers ausdrücklicher und auch niedergeschriebener Wille gewesen sei, dass in einem Fall wie diesem "niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen. Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen."
Dahlmeier hatte 2018 in Pyeongchang Olympiagold im Sprint und in der Verfolgung gewonnen, zudem holte sie sieben WM-Titel. 2019 beendete sie im Alter von 25 Jahren ihre Karriere.
Das könnte Dich auch interessieren: Die große Freiheit - ein Nachruf auf Laura Dahlmeier
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/31/image-161165d5-c08f-42c9-9ee8-d1d0698d476f-85-2560-1440.jpeg)
Seriensiegerin und Fanliebling: Trauer um Laura Dahlmeier
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung