Biathlon-WM: Denise Herrmann holt Medaille im Massenstart

Denise Herrmann ist bei der Biathlon-WM in Östersund auch im Massenstart aufs Podium gelaufen. Sie holte sich im Abschlussrennen der Titelkämpfe Bronze in einem packenden Wettkampf über 12,5km. Der WM-Titel ging an die Italienerin Dorothea Wierer, die sich vor der Russin Jekaterina Jurlowa-Percht (+4,9 Sekunden) Gold sicherte. Herrmann lag im Ziel nach vier Strafrunden 15,4 Sekunden zurück.

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Wierer und Jurlowa-Percht leisteten sich nur zwei Schießfehler, Herrmann vergab aber die Chance auf Gold mit einem Fehler beim 20. und letzten Schuss dieser WM.
"Ich bin richtig stolz, dass mir eine so gute WM gelungen ist. Es hört sich richtig gut an, jetzt den Medaillensatz komplett zu haben", sagte Herrmann im ZDF: "Dass es zu Bronze reicht, ist nach der Staffel eine echte Genugtuung." In der Mixed-Staffel hatte Herrmann Silber geholt, mit der Damen-Staffel aber auf Rang vier Edelmetall verpasst.
Laura Dahlmeier konnte nach Strafrunden gleich beim ersten Schießen nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Bei der WM 2017 hatte Dahlmeier die Goldmedaille gewonnen, sie lief nach insgesamt vier Schießfehlern als zweitbeste Deutsche auf den sechsten Platz. Franziska Preuß (6 Strafrunden) enttäuschte als 19. ebenso wie Franziska Hildebrand (5) auf dem 21. Rang.
Denise Herrmann riss beide Arme in die Höhe, dann ballte sie noch einmal die Hand zur Faust und glitt strahlend über die Ziellinie: Die 30-Jährige hat zum Abschluss der Biathlon-WM in Östersund im Massenstart Bronze gewonnen und damit ihren Medaillensatz komplettiert. Über 12,5 km musste Herrmann, die zuvor Gold im Verfolger und Silber in der Mixed-Staffel geholt hatte, nur Wierer und Jurlowa-Percht den Vortritt lassen.
Wierer scherte sich damit auch die Disziplinwertung im Massenstart-Weltcup, knapp vor der Schwedin Hanna Öberg - beste Deutsche in der Addition der fünf Rennen der Saison wurde Preuß als Achte.
Am Samstag hatte das DSV-Quartett wegen zu vieler Schießfehler nur den vierten Rang im Team erreicht, auch am Sonntag sprach Herrmann von einem "schwierigen Schießen". Während sie trotz vier Strafrunden aber auf das Podest lief, reichte es für die anderen deutschen Starterinnen nicht.
Zwei der zuvor ausgetragenen drei Massenstarts in dieser Saison hatten deutsche Athletinnen gewonnen - Preuß das Heimspiel in Ruhpolding, Dahlmeier in Antholz. Für beide war es der einzige Erfolg im Winter, daran änderte sich auch am Sonntag nichts.

Dahlmier patzt früh - Preuß kassiert Höchststrafe

Insbesondere Dahlmeier erwischte eine schwachen Start, als einzige des DSV-Quartetts musste die Bayerin nach dem ersten Anschlag in die Strafrunde abbiegen - und diese gleich zweimal absolvieren. Preuß, die in Östersund in den bisherigen Rennen nicht über Rang 16 (Sprint) hinausgekommen war, hielt sich auch beim zweiten Schießen schadlos. Herrmann, Hildebrand und auch Dahlmeier fielen mit einem Fehler hingegen zurück.
Gemeinsam mit fünf weiteren Athletinnen kam Preuß dann zum ersten Stehendschießen - und das hätte für sie nicht schlimmer verlaufen können. Die 25-Jährige traf nicht eine einzige Scheibe, beste Deutsche war nach dem dritten Schießen trotz dreier Strafrunden deshalb die laufstarke Herrmann auf Position sechs.
Bis zum letzten Schießen hatte sich Herrmann bis auf den dritten Rang vorgearbeitet, die Medaille war wieder machbar. Als sie nach ihrer Strafrunde dann als Dritte auf die letzte Runde ging, war ihr Bronze nicht mehr zu nehmen.
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