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Biathlon-WM 2025: Johannes Thingnes und Tarjei Bö wollen vor ihrem Karriereende noch einmal groß auftrumpfen
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Publiziert 11/02/2025 um 10:11 GMT+1 Uhr
Die Bö-Brüder wollen bei ihrer letzten WM noch einmal ein Ausrufezeichen setzen - und in Lenzerheide wie so oft in ihrer Karriere gemeinsam aufs Podium. Der jüngere von ihnen, Johannes Thingnes, könnte sich in der Schweiz sogar zum Rekord-Weltmeister krönen. "Wir nähern uns schnell dem Ende eines Traums", sagte er vor den Titel-Wettkämpfen. Nun gilt es zu genießen - und zu gewinnen.
Johannes Thingnes (L) und Tarjei (R) Bö wollen bei der Biathlon-WM nochmal groß auftrumpfen
Fotocredit: Getty Images
Die Abschiedstränen der Gebrüder Bö waren schnell getrocknet.
"Beide sind weg, aber wir wollen noch eine Weltmeisterschaft mit einem großen Smile haben", kündigte Tarjei Bö vor dem Start der Titelkämpfe (12. bis 23. Februar live auf Eurosport und discovery +) im schweizerischen Lenzerheide an - und schmunzelte.
Bevor es für den 36 Jahre alten Tarjei und seinen "kleinen" Bruder Johannes Thingnes Bö (31) beim Heimweltcup am Holmenkollen Ende März endgültig in die Biathlon-Rente geht, haben die "Böminatoren" noch einiges vor.
"Ich freue mich nun auf den letzten Part dieser wundervollen Karriere", sagte Johannes Thingnes: "Wir nähern uns schnell dem Ende eines Traumes. Lasst uns die letzten Wettkämpfe gemeinsam genießen." Und gewinnen.
Bö könnte alleiniger Rekord-Weltmeister werden
Wenn es um die Vergabe der Medaillen geht, gehört das norwegische Erfolgsduo vom Markane Idrettslag einmal mehr zu den heißesten Kandidaten. Johannes Thingnes winkt gar ein weiterer Meilenstein seiner beeindruckenden Laufbahn.
Mit insgesamt 20 Titeln ist er gemeinsam mit Legende Ole Einar Björndalen Rekordweltmeister. In Lenzerheide kann Bö seinen großen Landsmann sogar noch überholen. Dies würde er "ihm gönnen", sagte Björndalen zuletzt.
Seit Jahren dominieren die Brüder aus Stryn, einem kleinen Ort in der Provinz Vestland, das Geschehen. Johannes Thingnes gewann bei Olympia fünfmal Gold, holte zudem im Weltcup 79 Einzel- sowie 38 Staffelsiege und fünfmal die Gesamtwertung.
Tarjei stand immer etwas im Schatten von "JTB", aber auch seine Erfolge können sich sehen lassen: drei Goldmedaillen bei Olympia, elf WM-Titel und 54 Weltcupsiege, darunter 13 in Einzelrennen, sowie ein Gesamtweltcupsieg stehen in seiner Vita.
Johannes Thingnes will in Antholz nochmal Triumphieren
Dass mit ihm auch in Lenzerheide zu rechnen ist, unterstrich der Routinier mit seinem Sieg im Sprint und Platz zwei in der Verfolgung bei der WM-Generalprobe in Antholz.
Johannes Thingnes ist zwar in diesem Winter nicht mehr so dominant wie in den Jahren zuvor. Aber auch er gewann drei Rennen und stand insgesamt achtmal auf dem Podium.
Nach diesem Winter verlagern sich jedoch die Schwerpunkte. "Jetzt ist es an der Zeit, meine Familie in den Vordergrund zu stellen", sagte Superstar Johannes Thingnes, als er in Ruhpolding tränenreich sein Karriereende angekündigt hatte.
Eigentlich habe er noch bis zu Olympia im kommenden Jahr in Italien weitermachen wollen, "aber die Teilnahme an den Olympischen Spielen verlangt mir noch mehr ab, auch von meinem Umfeld".
Ein letztes Bödium für die Brüder?
Tarjei zog in Antholz emotional nach. Er habe seine Entscheidung bereits vor dem Saisonstart getroffen. "Mein Körper hat mir gesagt, dass es genug ist", betonte der langjährige Weltklasse-Biathlet: "Ich will nicht mehr für Olympia arbeiten. Es ist eine sehr harte Arbeit und das möchte ich nicht mehr."
Für die WM in Lenzerheide wollen die Bö-Brüder aber noch einmal alles investieren. Johannes Thingnes Bö ging dabei in der Vorbereitung eigene Wege. Während sich das norwegische Team in der Höhe den letzten Schliff holte, trainierte er alleine in der Heimat. Aber egal.
"Sein Niveau", sagte Sturla Holm Lägreid zuletzt beeindruckt, "war nicht von dieser Welt. Er hatte alles, um der Allerbeste zu sein und ist es auch geworden".
Das will Johannes Thingnes in Lenzerheide noch einmal zeigen - und zusammen mit seinem großen Bruder Tarjei bestenfalls nochmal ein "Bö-dium" erreichen.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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