Biathlon-Bundestrainer Uroš Velepec tritt mit sofortiger Wirkung zurück: Michael Rösch sieht “mittelschweres Erdbeben”
Update 25/02/2025 um 20:26 GMT+1 Uhr
Uroš Velepec tritt mit sofortiger Wirkung vom Amt des Biathlon-Bundestrainers zurück. Das teilte der Deutsche Skiverband zwei Tage nach dem Ende der Biathlon-WM im schweizerischen Lenzerheide mit. "Nach vertrauensvollen Gesprächen" habe man sich zur Trennung entschieden, "um mit Blick auf die anstehende Olympiasaison erste notwendige Weichenstellungen vorzunehmen", hieß es dort weiter.
"Schritt nach vorne": Sportdirektor Bitterling lobt DSV-Abschneiden
Quelle: Eurosport
Der Nachfolger von Velepec steht bereits fest: Tobias Reiter wird das Amt des Bundestrainers mit sofortiger Wirkung übernehmen.
Der Chiemgauer war von 2014 bis 2018 Disziplin-Trainer der deutschen Weltcup-Damen und zuletzt verantwortlicher Herrentrainer im IBU- Cup.
Uroš Velepec hatte 2023 das Amt des Cheftrainers übernommen. Zuvor war er bereits ein Jahr als Co-Trainer tätig gewesen.
"Das ist keine spontane Entscheidung und hat nur bedingt etwas mit unserem Abschneiden bei der WM zu tun", wird Velepec in der Meldung zitiert. "Auch wenn wir uns in Lenzerheide natürlich alle mehr vorgenommen hatten. Insgesamt sind wir derzeit einfach nicht auf dem Niveau, das wir uns gemeinsam als Ziel gesetzt hatten. Mit ausreichend Zeit wären wir sicher in der Lage, gemeinsam aus dieser aktuell schwierigen Situation herauszukommen, in der wir uns gerade befinden."
Bitterling zollt Velepec Respekt: SChritt "ungewöhnlich"
Er sei, so Velepec weiter, der Überzeugung, dass es "einen neuen Impuls braucht, vielleicht auch eine neue Form der Ansprache, um mit Blick auf die Olympischen Spiele 2026 erfolgreich zu sein".
Bei der WM in Lenzerheide lautete die deutsche Bilanz: Einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.
Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon, verabschiedete sich mit wohlwollenden Worten von Velepec: "Wir haben Uroš in den vergangenen Jahren als einen Trainer kennengelernt, der Athleten für sich gewinnen und begeistern kann. Als einen angenehmen Menschen und als einen Kollegen mit großen Ambitionen. Dass er zum jetzigen Zeitpunkt diesen Schritt wählt, ist natürlich ungewöhnlich."
Die "Beweggründe" seien in ausführlichen Gesprächen erklärt worden: "Die kommenden drei Wochen sind definitiv wichtig für die Dynamik im Team. Von daher haben wir uns darauf verständigt, seinem Wunsch zu entsprechen und ihn bis zum Ende der Saison freizustellen."
Eurosport-Experte Michael Rösch reagierte ebenfalls überrascht auf den Paukenschlag: "Der Zeitpunkt ist krass. Direkt nach der WM, bei noch drei ausstehenden Weltcups. Das ist schon sportlich", so der Olympiasieger von 2006.
"Wenn man im Biathlon ein bisschen drin ist, ist das gerade schon ein mittelschweres Erdbeben."
Das könnte Dich auch interessieren: Eklat bei WM zieht Kreise: Pügelei zwischen Biathlon-Star und Coach
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/02/24/4101796-83173568-2560-1440.jpg)
Rösch exklusiv: "Die Bö-Brüder werden mir fehlen"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung