Franziska Preuß sieht in Selina Grotian "mega viel Potenzial" - Biathlonstar bittet um Geduld für junges DSV-Team

Die zurückgetretene Franziska Preuß hinterlässt bei den deutschen Biathletinnen eine große Lücke. Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2024/25 blickt aber optimistisch in die Zukunft der Skijägerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV). "Wir haben ja gute Sportler", meinte Preuß im Interview mit der "Saarbrücker Zeitung" und hob Selina Grotian hervor. Die Fans sollten sich aber auch in Geduld üben.

Schöner Moment: Preuß überreicht Jeanmonnot die große Kugel

Quelle: Eurosport

Schon im Winter 2024/25 landete Grotian auf Platz zehn im Gesamtweltcup. "Mit gerade mal 20 Jahren", merkte Preuß an. "Also die hat auf alle Fälle mega viel Potenzial."
In der zurückliegenden Saison war Grotian früh von einer COVID-19-Infektion aus der Bahn geworfen worden und konnte daher nicht an ihre Leistungen anschließen. Die Zukunft der deutschen Biathletinnen lastet jedoch nicht allein auf ihren Schultern.
"Auch Julia Kink oder Marlene Fichtner sind Kandidatinnen für die Zukunft. Da gibt es also genügend", so Preuß.
Sich auf Anhieb in der absoluten Spitze festzusetzen soll von den jungen Wilden jedoch nicht erwartet werden. "Die sind immer noch recht jung und denen muss man jetzt auch zugestehen, dass man mal Phasen haben darf, wo es noch nicht so läuft", führte Preuß aus.

Preuß: Herren-Team "im Vergleich schon recht alt"

Bei den Herren stellt sich die Situation etwas anders dar.
"Die Mannschaft ist im Vergleich schon recht alt. Da werden in den nächsten Jahren sicher auch Leute wegfallen", so die zweimalige Weltmeisterin. "Aber man hat jetzt noch Zeit, in der die die Fahnen hochhalten, und wo man junge Sportler fördern kann, damit die auch den Schritt in den Weltcup machen."
Während Grotian und Co. in ihren Karrieren noch viel vor sich haben, liegt hinter Preuß eine illustre Laufbahn mit vielen Höhepunkten. Davon hält die 32-Jährige einen speziellen Moment ganz besonders in Ehren.
picture

Krimi im letzten Schießen! Preuß rettet Bronze im Mixed

Quelle: Eurosport

"Der Gesamtweltcupsieg macht emotional schon am meisten mit mir, wenn ich darüber nachdenke", unterstrich sie. Die olympische Bronzemedaille mit der Mixed-Staffel in Antholz sei "zwar jetzt die frischeste, aber die macht jetzt emotional eigentlich mit mir am wenigsten, weil die Spiele danach halt gar nicht mehr so gut liefen", sagte sie.
Die Plätze zehn (Einzel), sieben (Sprint) und sechs (Verfolgung) seien "auch nicht schlecht, aber ich bin immer diesem Ziel von der Einzelmedaille hinterhergelaufen", meinte Preuß. "Gerade die Frauen-Staffel lief überhaupt nicht gut, und da hat man dann schon ordentlich einstecken müssen, deshalb habe ich das nicht so positiv in Erinnerung. Man vergisst dann schon fast, dass man da eine Medaille gewonnen hat."
picture

Biathlon-Highlights: Preuß und Wierer feiern Abschied im Massenstart

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung