Biathlon-WM 2025 - Michael Rösch begeistert vom Johannes Thingnes Bös Endspurt in der Mixed-Staffel: "Abartig"

Michael Rösch hat sich im exklusiven Interview mit Eurosport.de begeistert von der Leistung von Johannes Thingnes Bö in der Mixed-Staffel gezeigt. Zum Auftakt der Biathlon-WM in Lenzerheide holte der norwegische Dominator der vergangenen Jahre einen enormen Rückstand auf und sicherte sich und der norwegische Staffel beinahe noch eine Medaille. Rösch verfiel in Lobeshymnen.

Rösch analysiert Bronze-Coup: "Die Taktik ist genau so aufgegangen"

Quelle: Eurosport

"Das war abartig, was der (Bö, Anm. d. Red.) heute hier wieder hingezimmert hat", sagte der Biathlon-Experte im exklusiven Interview mit Eurosport.de.
Dabei spielte der ehemalige Biathlet auf die Aufholjagd des Norwegers bei der Mixed-Staffel in Lenzerheide an. Fast schon aussichtslos übernahm Bö von Sturla Holm Lagreid an siebter Position mit einem Rückstand von 1:07 Minuten auf die drittplatzierten Deutschen.
Doch was der Dominator der vergangenen Jahre ablieferte, war phänomenal. Zweimal Null am Schießstand und eine herausragende Laufleistung brachten die skandinavische Staffel noch einmal in Schlagdistanz. "Justus Strelow bekommt von ihm eine Minute und drei Sekunden auf sechs Kilometern", zeigte sich Rösch fast schon fassungslos.
Trotz der fulminanten Aufholjagd reichte es für Bö und seine Staffel nicht für eine Medaille. Grund dafür war auch, dass die norwegische Startläuferin Ingrid Landmark Tandrevold acht Nachlader benötigte und selbst zweimal in die Strafrunde musste.
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Debakel für Norwegen: Tandrevold muss zweimal in die Strafrunde

Quelle: Eurosport

Bö straft seine Kritiker Lügen

2:11 Minuten Rückstand gab die Norwegerin ihrer Staffelkollegin Maren Kirkeeide sowie Lagreid und Bö mit auf den Weg. Dass es überhaupt noch einmal spannend wurde, lag dann aber vor allem an Bö.
Dabei hatte der 31-Jährige in den Wochen vor der WM gezeigt, dass er dieser Tage allemal schlagbar ist. Außer die Verfolgungswertung führt der fünfmalige Olympiasieger keine der Wertungen mehr an - für ihn eine absolute Seltenheit.
Rösch hat eine simple Erklärung für die plötzliche Leistungsexplosion des Norwegers: "Wie ich gehört habe, hat ihm die Pause gutgetan. Er war erst alleine zu Hause in der Hütte, dann noch mal bei der Familie, dann zum Trainingslager – und dort muss er schon abartig gut drauf gewesen sein."

Rösch: "Das zeigt eben einen GOAT"

Vor allem das ganze Gerede vor der WM um die Schwäche ließ Bö dabei kalt - und genau das macht für Rösch einen Weltklasse-Athleten aus: "Das zeigt eben einen GOAT - die waren so weit weg, dass die noch mal so nahe rankommen an eine Medaille, hätte ich nie gedacht. Herr Bö hat uns wieder eines Besseren belehrt. Hut ab vor der Leistung."
Genau wegen dieser beeindruckenden Darbietung blickt Rösch voller Vorfreude auf die kommenden Rennen des Dominators in Lenzerheide. "Ich kann es kaum erwarten, die Sprints zu sehen", schwärmte er.
Die Sprint-Wettkämpfe stehen am Freitag (Damen-Sprint ab 15:05 Uhr live bei discovery+ und auf Eurosport) sowie am Samstag (Herren-Sprint ab 15:05 Uhr live bei discovery+ und auf Eurosport) auf dem Programm.
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Highlights: Strelow rettet Mixed-Staffel-Bronze vor Bö ins Ziel

Quelle: Eurosport


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