Biathlon-WM 2025: Ole Einar Björndalen stützt Ingrid Landmark Tandrevold nach Staffel-Drama - "Es ist schrecklich"
VonNiklas Bien
Update 14/02/2025 um 16:41 GMT+1 Uhr
Die Mixed-Staffel war für Ingrid Landmark Tandrevold eine extrem bittere Angelegenheit. Ihr völlig verkorkstes Schießen nahm Norwegen um Superstar Johannes Thingnes Bö die Medaillenchance, in der Folge sah sie sich mit verbalen Angriffen auf Instagram konfrontiert. Legende Ole Einar Björndalen unterstützte die 28-Jährige und riet ihr bei "TV2", wieder "die Ingrid zu werden, die sie einmal war".
Debakel für Norwegen: Tandrevold muss zweimal in die Strafrunde
Quelle: Eurosport
Björndalen weiß als 20-facher Weltmeister genau, wovon er redet. Aus seiner Sicht sei es wichtig, das schlechte Rennen schnellstmöglich aus dem Kopf zu bekommen.
"Ich glaube nicht, dass es hilft, nur das Schießen zu üben. Ich denke, dass sie Abstand gewinnen muss", sagte der heutige Experte bei "TV2".
Tatsächlich habe sich Tandrevold in einer kniffligen Situation befunden - ihr Trefferbild war sehr divers, eine klare Fehlerquelle entsprechend schwierig auszumachen. Insgesamt unterliefen der Norwegerin bei zwei Schießen sechs Fehler, zweimal musste sie in die Strafrunde.
"Dann ist es nicht so einfach zu wissen, was zu tun ist", so Björndalen. Der achtfache Olympiasieger selbst kann sich in der Situation seiner Landsfrau "sehr gut wiederfinden".
Fehler in der Staffel besonders schmerzhaft
Dass Tandrevold die Fehler in der Staffel und nicht im Einzel unterliefen, ist aus der Sicht des TV-Experten mental noch ein Stück härter.
"Wenn man mit anderen läuft, ist es schrecklich. Es ist traurig und man hat das Gefühl, anderen den Erfolg zu verderben", erklärte Björndalen.
Zusätzlich musste die Norwegerin nach dem Rennen mit Anfeindungen über die sozialen Medien klarkommen. Nachdem sie die Attacke öffentlich gemacht hatte, bekam Tandrevold viel Zuspruch aus der ganzen Biathlon-Familie.
Zwei Tage später zeigte sich Tandrevold im Sprint am Freitag deutlich verbessert und leistete sich nur einen Schießfehler. Unter dem Strich stand für die Norwegerin der 23. Platz, kurz vor Selina Grotian auf Platz 24.
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