Christiansen kritisiert Kaderentscheidung des norwegischen Biathlon-Verbands - Strömsheim und Sörum weiter außen vor
Update 20/05/2026 um 17:25 GMT+2 Uhr
Der Streit um die Kaderpolitik des norwegischen Biathlon-Verbandes geht in die nächste Runde. Nachdem die Ausbootung von Endre Strömsheim und Vebjörn Sörum für Wirbel gesorgt hatte, meldete sich nun Teamkollege Vetle Sjastad Christiansen mit Kritik an den Verantwortlichen zu Wort. Der Routinier kann nicht nachvollziehen, warum die Athleten weder im Elite- noch im B-Kader berücksichtigt wurden.
Velte Sjastad Christiansen vertritt eine klare Meinung in der Debatte um Norwegens Kader
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"Was mich stört, ist, dass für sie in keiner Nationalmannschaft Platz geschaffen wurde", sagte Christiansen im Gespräch mit dem norwegischen Fernsehsender "TV2".
Ihm fehle das Verständnis für die harte Entscheidung des Verbands: "Dass kein Platz für Endre und Vebjörn ist, die erst vor kurzer Zeit bewiesen haben, dass sie Weltcuprennen gewinnen können, kann ich nicht ganz nachvollziehen."
Nach Ansicht des 34-Jährigen hätten die Verantwortlichen bei der Bewertung der Situation "etwas zu kurzsichtig gedacht".
Besonders Strömsheim hatte nach seiner Degradierung öffentlich scharf gegen die Verantwortlichen ausgeteilt.
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Endre Strömsheim wurde nicht in den norwegischen Biathlon-Kader berufen
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In einem offenen Brief warf der zweifache Weltmeister und dreimalige Europameister dem Verband unter anderem mangelnden Respekt und einen Bruch der eigenen Nominierungskriterien vor. Auch Sportdirektor Lars Mäland geriet dabei in die Kritik.
Christiansen: "Ich habe diesen Brief gelesen"
Christiansen kann die heftige Reaktion von Strömsheim nachvollziehen: "Ich finde es schwierig. Ich habe diesen Brief gelesen und finde, dass Endre viele gute Argumente vorbringt. Es scheint, als fühle er sich von seinen eigenen Leuten im Stich gelassen."
Nun reagierte der Verband erneut auf die Vorwürfe. Gegenüber "TV2" verteidigte Mäland die Entscheidung und verwies auf die enorme Konkurrenzsituation im norwegischen Team.
"Es ist nun einmal so, dass wir in Norwegen sehr viele Athleten auf sehr hohem Niveau haben und basierend auf den Ergebnissen des vergangenen Jahres war für sie kein Platz in der Nationalmannschaft - leider", erklärte der 41-Jährige.
Botn und Frey profitieren von der Neuordnung
Gleichzeitig betonte der Sportchef, man wolle Strömsheim und Sörum "im Rahmen unserer Möglichkeiten" weiterhin unterstützen. Dennoch hat die Entscheidung für beide gravierende Folgen: Ohne einen Platz im A- oder B-Kader verlieren sie wichtige Trainings- und Betreuungsstrukturen sowie Vorteile im Kampf um Weltcup-Starts.
Von der Neuordnung profitieren dagegen der Olympiasieger und Gesamtweltcup-Dritter Johan-Olav Botn und der fünffache Europameister Isak Frey, die nach starken Leistungen in der vergangenen Saison in den Elite-Kader aufrücken.
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