Endre Strömsheim erlebt Schieß-Debakel in Nove Mesto: "Es ist Zeit, aufzuhören" - Norweger mit enttäuschender Saison

Endre Strömsheim stand in Nove Mesto kurz davor, ein starkes Ausrufezeichen zu setzen – und erlebte stattdessen einen der bittersten Momente seiner Karriere. Im Einzelrennen präsentierte sich der 28-Jährige bis zum abschließenden Schießen in guter Form. Mit nur einem Fehler in den ersten drei Anschlägen lag der Norweger auf Rang zehn. Doch am letzten Stehendanschlag folgte der komplette Einbruch.

Highlights: Französischer Doppelsieg im verkürzten Einzel

Quelle: Eurosport

Strömsheims Bilanz: Fünf Schüsse, fünf Fehler. Da es sich um ein Kurz-Einzel handelte, summierten sich die Strafzeiten auf insgesamt 225 Sekunden.
Aus dem aussichtsreichen Zwischenrang wurde ein Absturz ins Niemandsland des Klassements. Zwischenzeitlich wurde Strömsheim nur noch auf Platz 60 geführt, im Ziel belegte er Rang 84.
Entsprechend niedergeschlagen zeigte sich der amtierende Massenstart-Weltmeister nach dem Rennen. Im Interview mit "TV2" rang er sichtlich um Fassung. "Alles hat sich komplett aufgelöst. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. [...] So etwas habe ich noch nie erlebt", erklärte er.
Auf die Frage nach möglichen Erkenntnissen aus dem Debakel reagierte Strömsheim ungewohnt deutlich. "Ich habe keine verdammte Sache gelernt. Das war total fremd. So was darf nicht passieren und ist auch noch nie passiert. Und es wird auch nicht noch einmal passieren. Ich spüre, dass alles nun schon eine ganze Weile falsch läuft. Es ist Zeit, aufzuhören", schimpfte er.

Strömsheim: "Dieses Jahr ist alles zur Hölle gegangen"

Was er mit diesem drastischen Statement meinte, präzisierte der Norweger wenig später selbst: "Die Saison zu beenden und über das nächste Jahr nachzudenken. Dieses Jahr ist alles zur Hölle gegangen. Ob es Krankheiten waren, das Schießen oder meine Form. Vielleicht macht es keinen Sinn mehr, mit dem Kopf noch weiter gegen die Wand zu rennen."
Damit deutete Strömsheim an, dass sein Auftritt in Nove Mesto womöglich sein letzter in dieser Weltcupsaison gewesen sein könnte.
Dabei hatte der Winter für ihn im A-Kader Norwegens begonnen. Nach enttäuschenden Ergebnissen in Östersund – bei drei Starts blieb er jeweils außerhalb der Top 30 – musste er jedoch in den IBU-Cup wechseln. Seine Startchance in Nove Mesto erhielt Strömsheim letztlich nur, weil die norwegischen Olympia-Teilnehmer bereits im Trainingslager in Lavazè weilen.
Dort bestritt er drei Rennen, einzig im Massenstart von Brezno-Osrblie gelang ihm als Sechster ein Achtungserfolg.
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Quelle: Eurosport



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