David Zobel im Eurosport-Interview: "Hoffe, dass ich konstanter werde"

In vier Wochen fällt der Startschuss für die neue Biathlon-Saison 2023/24 im schwedischen Östersund. Für den Weltcup-Auftakt sind laut Bundestrainer Uroš Velepec bislang aber nur Benedikt Doll und Roman Rees gesetzt. Um einen Weltcup-Startplatz kämpft auch der Murnauer David Zobel. Im Eurosport-Interview spricht der 27-Jährige über seine Vorbereitung und seine Ziele für die neue Saison.

Zobel über neuen Coach Filbrich: "Ist eine Riesenhilfe für uns"

Quelle: Eurosport

David Zobel hat wie immer ein Lächeln auf den Lippen. Der Sommer sei sehr gut verlaufen, sagt der 27-Jährige im exklusiven Eurosport-Interview im Rahmen der DSV-Einkleidung in München.
Zusammen mit der Herren-Mannschaft komme er gerade erst aus einem dreiwöchigen Höhentrainingslager im italienischen Livigno und am Passo di Lavazè. "Wir mögen uns alle sehr gerne, aber irgendwann reicht es auch wieder", gibt der DSV-Athlet lachend zu.
Zobel möchte an seine Erfolge aus der vergangenen Saison anknüpfen. Beim Weltcup-Auftakt in Kontiolahti erreichte der Murnauer mit Platz drei im Einzel das bisher beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. In der Gesamtwertung landete er auf Rang 24.
Für den Weltcup-Auftakt muss sich Zobel im Rahmen des norwegischen Season Openings in Sjusjøen allerdings erst noch qualifizieren, wie er im Eurosport-Interview verrät.
Sie kommen gerade aus einem Höhentrainingsblock aus Südtirol. Wie war es in Livigno und am Lavazè?
David Zobel: Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Wir haben an den ganzen Tagen nicht einen Regentropfen abbekommen. Es war perfekt. Es hat richtig Spaß gemacht. Livigno und Lavazè sind natürlich auch sehr schöne Orte, da darf man sich nicht beschweren. Insgesamt waren die drei Wochen aber auch hart. Drei Wochen Lehrgang sind wirklich das zeitliche Limit. Wir mögen uns alle sehr gerne, aber irgendwann reicht es auch wieder und man fährt gerne wieder heim. Das Training war natürlich auch hart. Ich bin insgesamt absolut zufrieden.
Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison-Vorbereitung?
Zobel: Sehr. Gerade im ersten Block habe ich ziemlich gute Fortschritte gemacht. Nach diesem Block werden wir auch noch einmal Laufbandtests machen. Rein subjektiv passt alles einwandfrei.
Vergangen Winter waren Sie gerade zu Saisonbeginn sehr stark unterwegs, dann ist die Formkurve ein bisschen abgeflacht. Gibt es Dinge aus der vergangenen Saison, die Sie mit in die Vorbereitung genommen haben, um das diesen Winter vielleicht ein bisschen besser steuern zu können?
Zobel: In die Vorbereitung nicht unbedingt, aber wie ich mich verhalte auf jeden Fall. Mit so einem Start hat niemand gerechnet, ich auch nicht ganz. Das war überragend. Dann wurde es schwierig. Ich muss diese Saison schauen, dass ich zwischen den Weltcups besser regeneriere. Mich da ein bisschen rausnehme, um wieder bei den Wettkämpfen fokussiert Gas geben zu können. Mit jedem Trainingsjahr wird man auch ein bisschen resistenter gegen die Ermüdung. Wir haben wie jedes Jahr viele Ausdauerstunden gemacht, aber ich hoffe natürlich, das alles noch ein bisschen konstanter wird, gerade das Laufen.
Jens Filbrich ist als ehemaliger Langläufer neu als Trainer in der Mannschaft dabei. Welche neuen Ansätze, Perspektiven oder Trainingsreize bringt er mit?
Zobel: Im Endeffekt wird das Training nicht neu erfunden, aber er ist eine Riesenhilfe für uns, weil er sehr viel mit uns im Technikbereich arbeiten kann. Klar sind wir alle im Weltcup und sollten eine gewisse Technik haben, aber es geht am Ende um die Feinheiten und die kleinen Prozente und da hilft er uns jetzt schon riesig. Auch seine Akribie, mit Arbeiten, Trainingsstunden, Technik und Video und alles drum und dran, die gefällt mir sehr und hat uns jetzt schon weiter gebracht und hoffentlich dann auch im Winter.
Ende November startet der Weltcup. Wie geht es für Sie bis dahin weiter?
Zobel: Wir sind jetzt zwei Wochen in Oberhof. Dort nutzen wir vor allem die Skihalle und werden ein paar Schneekilometer sammeln. Dann geht es nach Sjusjøen. Dort sind wir zwei Wochen. Auf diesem Lehrgang ist das Seasonopening, wo die Norweger immer ihren Saisonstart haben. Da werden wir auch mitlaufen dürfen, was gleichzeitig die Qualifikation ist. Bisher sind nur zwei für den Weltcup gesetzt. Da werden wir alles dran legen, dass wir auch dazu gehören. Dann geht es noch mal kurz für eine Woche heim, bevor es hoffentlich nach Östersund geht.
Was sind Ihre Ziele für die neue Saison?
Zobel: Erst mal ist die Qualifikation natürlich wichtig für uns. Dort will ich mich qualifizieren. Ich bin letztes Jahr komplett durchgelaufen und das ist dieses Jahr auch wieder das Ziel. Sie haben es auch schon gesagt: Insgesamt war der Start überragend, den möchte ich gerne ausweiten und dann natürlich, wenn möglich, die Bestleistung dieses Mal nicht im ersten Rennen, sondern bei der WM zeigen.
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Quelle: Eurosport

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