Denise Herrmann-Wick exklusiv vor Biathlon-WM über Lesitungen der deutschen Mannschaft: "Hat mich überrascht"

Denise Herrmann-Wick blickt zuversichtlich auf die anstehende Biathlon-Weltmeisterschaft (7. Februar - 18. Februar) im tschechischen Nove Mesto. "In den Teamwettkämpfen traue ich den Damen alles zu", sagte die Olympiasiegerin im exklusiven Interview mit Eurosport. Besonders überrascht haben sie in diesem Winter aber die Leistungen der deutschen Herren, wie sie verriet.

Schnellfeuer in Oberhof: Doll begeistert im Sprint

Quelle: Eurosport

"Die Männer haben mich mehr überrascht, als ich vermutet hätte. Sie sind sehr konstant", gab Herrmann-Wick im exklusiven Gespräch mit Eurosport am Dienstag zu. "Dass so viele die WM-Qualifikation schaffen und die Trainer Auswahl-Luxusprobleme wie in Norwegen haben, ist ein gutes Zeichen", so die 15-fache Weltcupsiegerin weiter.
Acht Herren haben die formellen Qualifikationskriterien des Deutschen Skiverbandes (einmal Top-8 oder zweimal Top-15) in dieser Saison erreicht, nur sechs dürfen nach Nove Mesto reisen. "Für den einen, der aufgrund der starken Auftritte der anderen nicht mitlaufen kann, ist es natürlich bitter, weil die Leistungen grundsätzlich passen", sagte die 35-Jährige.
David Zobel und Danilo Riethmüller müssen trotz erfüllter WM-Qualifikation zu Hause bleiben. Nach Tschechien reisen am Sonntag die sechs Athleten Benedikt Doll, Philipp Nawrath, Roman Rees, Johannes Kühn, Justus Strelow und Philipp Horn, die sich aktuell in Ridnaun (Südtirol) auf die Titelkämpfe vorbereiten.
"Die Herren haben im Laufen einen großen Schritt gemacht. Benedikt Doll und Philipp Nawrath waren schon immer gut. Philipp Horn ist sehr stark zurückgekehrt. Dass sie die Leistung im Rennen regelmäßig abrufen können, zeigt, dass im Sommer sehr viel richtig gelaufen ist", erklärte Herrmann-Wick den Erfolg der DSV-Auswahl in dieser Saison. Von den sechs Nominierten könne jeder in der Staffel laufen und um das Podium mitkämpfen.

Herrmann-Wick: "Bei Franzi haben oft ein paar Zehntel gefehlt"

Bei den Damen verläuft es im Vergleich zu den Herren in dieser Saison etwas gemischter. "Man hat gesehen, dass das Team sehr gute Leistungen bringen kann. Dass man diese Leistungen jedes Wochenende abrufen kann, bleibt jedoch die Herausforderung", sagte die Sprint-Weltmeisterin von Oberhof über die Leistungen ihrer ehemaligen Teamkolleginnen. Für Sophia Schneider und Hanna Kebinger sei es nicht einfach, ihre starken Vorjahresleistungen zu bestätigen.
Mannschaftlich finde sie das Frauen-Team insgesamt sehr stark: "Es ist schön zu sehen, dass von den Damen oft eine durchkommt, auch wenn das nicht jede Woche gelingt."
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Franziska Preuß führt das WM-Aufgebot an

Fotocredit: Imago

Für Franziska Preuß verläuft der Winter bislang sehr erfolgreich. In ihrer Comeback-Saison meldete sich die 29-Jährige mit vier Podestplätzen eindrucksvoll zurück - für Herrmann-Wick keine Überraschung: "Dass sie gut ist, wussten wir alle. Mir war auch klar, dass sie zurückkommen wird, wenn sie gesund bleibt, denn Franzi kann gut schießen und hat ein gutes läuferisches Potenzial."
In Östersund fehlte Preuß im Einzel lediglich ein Zehntel zum Sieg, im Sprint von Oberhof 4,4 Sekunden. Im Gesamtweltcup steht sie derzeit trotz vier verpasster Rennen auf Rang acht. "Bei Franzi haben oft ein paar Zehntel gefehlt. Da braucht es auch ein Quäntchen Glück. Wenn sie mit einer guten Form nach Nove Mesto fährt, ist alles möglich", glaubt Herrmann-Wick. Die Oberprämisse laute nun: "Gesund bleiben und die nötige Lockerheit bekommen."
Am 7. Februar startet die Biathlon-WM mit der Mixed Staffel in Nove Mesto. Herrmann-Wick wird dem deutschen Team von zu Hause aus die Daumen drücken.
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Schnellfeuer zur Führung: Preuß am Schießstand eiskalt

Quelle: Eurosport

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