Franziska Preuß spricht über Rücktrittsgedanken nach Krönung: "Gesamtweltcup das Größte, was ich erreichen kann"

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist - diese alte Binsenweisheit hatte Franziska Preuß am Ende der vergangenen Weltcupsaison ganz offensichtlich im Kopf. Hauchdünn krönte sich die 31-Jährige im März in Oslo zur Gesamtweltcupsiegerin - für sie "das Größte", was sie erreichen könne. Die Gedanken ans Aufhören sind mittlerweile verflogen: Mit den Olympischen Spielen wartet das nächste Ziel.

Sturz und Emotionen im Ziel: Preuß tröstet Jeanmonnot

Quelle: Eurosport

Es ist nicht so, als hätte sich Franziska Preuß mit ihren Erfolgen bisher verstecken müssen - trotzdem markierte die abgelaufene Saison das erfolgreichste Jahr ihrer schon langen Karriere.
WM-Gold in der Verfolgung und der Sieg im Gesamtweltcup - knapp vor der Französin Lou Jeanmonnot, die im allerletzten Rennen der Saison stürzte und die große Kristallkugel so der deutschen Konkurrentin überlassen musste.
"Es tut mir immer noch für uns beide leid, dass das jetzt so entschieden worden ist", sagte Preuß im Podcast "Extrarunde". Ihre Freude sei durch das bittere Schicksal Jeanmonnots getrübt gewesen.
Fakt ist trotzdem: Der Titel ging an Preuß, die ihre Karriere damit krönte - und an das krönende Ende dachte.

Preuß will Olympia-Rechnung begleichen

"Ich habe schon nach dem Winter gemerkt, dass man sich die Frage gestellt hat, ob man nicht jetzt aufhört. Für mich war der Gesamtweltcup das Größte, was ich erreichen kann", erklärte die 31-Jährige ihre Gedanken.
Statt dem Karriereende richtet sich der Blick der deutschen Ausnahme-Biathletin nun auf das große Highlight im kommenden Winter: die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina mit dem Biathlon-Standort Antholz.
Für Preuß ist es die vierte Olympia-Teilnahme, auf eine Einzel-Medaille wartet die 31-Jährige noch. "Mit den Olympischen Spielen habe ich eine Rechnung offen. Wenn es bis Antholz jetzt wieder läuft, dann ist da bestimmt bei mir das Ende angekommen", sagte die gebürtige Oberbayerin.
Aufhören, wenn es am schönsten ist - ein schöner Gedanke mit der entscheidenden Krux, dass niemand weiß, wann es am schönsten ist. Vielleicht ist es bei Preuß im kommenden Jahr ja sogar noch schöner als nach dem - bislang - größten Erfolg ihrer sportlichen Laufbahn.
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Quelle: Eurosport


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