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Lou Jeanmonnot übernimmt Gelbes Trikot in Hochfilzen - Frankreichs Damen-Coach über seine neue Siegläuferin
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Publiziert 09/12/2023 um 00:19 GMT+1 Uhr
Lou Jeanmonnot gehört bereits jetzt zu den Aufsteigerinnen des neuen Biathlon-Winters. Für die Französin wurde mit ihren ersten beiden Weltcupsiegen zuletzt in Östersund ein Traum wahr. In Hochfilzen übernahm die 25-Jährige in Abwesenheit von Franziska Preuß jetzt auch noch das Gelbe Trikot als nächsten Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere. Frankreichs Damen-Coach erklärt uns ihren Aufstieg.
Showdown in Östersund: Preuß fehlen nur wenige Meter zum Sieg
Quelle: Eurosport
Der ersehnte Sieg schien so nah für Franziska Preuß in der Verfolgung von Östersund - doch dann machte ihr Lou Jeanmonnot gleich doppelt einen Strich durch die Rechnung. Erst ließ sie sich von der Attacke der in der Loipe eigentlich stärkeren Deutschen nicht brechen, sondern schloss die Lücke wieder. Dann setzte sie sich im Finale - nach einer Berührung beim Einbiegen auf die Zielgeraden - aus der vermeintlich schlechteren zweiten Position durch und gewann nach dem Sprint auch das Jagdrennen.
Eine Überraschung? Nur zum Teil, denn die Biathletin aus Pontarlier an der französisch-schweizerischen Grenze hat ganz gezielt vor diesem Weltcup-Winter mit großem Aufwand an ihrer Laufform gearbeitet - und ist für ihren Kampfgeist bekannt.
Um läuferisch zuzulegen, setzte Jeanmonnot in der Vorbereitung massiv auf Höhentraining und quälte sich insgesamt fast sieben Wochen in Höhenkammern und Trainingslagern in Font-Romeu (Pyrenäen) und Bessans (Alpen). Dabei stand auch viel Kraft- und Techniktraining auf dem Programm, wie Frankreichs Frauen-Trainer Cyril Burdet gegenüber Eurosport.de exklusiv verriet: "Sie hat noch im Vorjahr ihre Beine nur sehr wenig eingesetzt", erklärt er die wohl wichtigste Veränderung, außerdem habe "sie sich jetzt in den Anstiegen verbessert".
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Luc Jeanmonnot
Fotocredit: Eurosport
Jeanmonnot: Schneller als Langlauf-Spezialistinnen
Der Trainigsaufwand wurde schnell belohnt: Bereits im September zeichnete sich beim Martin-Fourcade-Festival in Annecy ab, dass die Gesamtsiegerin des IBU-Cup 2021/22 auf dem richtigen Weg ist. Im Langlaufrennen setzte sich die Biathletin vor den Weltklasse-Langläuferinnen Victoria Carl und Theresa Stadlober durch.
Zu den besten Schützinnen des Biathlon-Feldes zählte die vierfache Junioren-Weltmeisterin schon länger, in ihrer ersten Weltcup-Saison erzielte Jeanmonnot eine Trefferquote von 89 Prozent - damit war die 25-Jährige hinter der Norwegerin Karoline Offigstad Knotten, der DSV-Athletin Vanessa Voigt und der Finnin Suvi Minkkinen die die viertbeste Schützin des gesamten Feldes. Nun ist sie auch in der Loipe nicht mehr zu unterschätzen.
Der französiche Eurosport-Experte Loïs Habert sieht bei Jeanmonnot läuferisch sogar noch weiter Luft nach oben: "Ihr werden nicht die Bestzeiten in der Loipe gelingen", sagte der ehemalige Biathlet und führte fort: "Aber sie wird oft auf den Plätzen zwischen fünf bis zehn sein. Vor allem aber kann sie in der Loipe kleine Lücken gut schließen und wenn sie in Form ist, lässt sie sich auch nicht von den Skienden abschütteln - das ist ihre mentale Stärke."
Dieser Einschätzung stimmt Brudet zu. Jeanmonnot sei in der Loipe noch nicht auf dem Niveau der allerbesten Läuferinnen wie Justine Braisaz-Bouchet, Elvira Öberg oder Anamarija Lampic - komme aber näher, so der Chefcoach. "Es gibt keinen Grund, warum sie diese in Zukunft nicht ärgern sollte, wenn sie ihre Stärken ausnutzt."
Gesamtweltcup? Trainer stapelt tief
Doch auch wenn Jeanmonnot nun im Gelben Trikot ins nächste Rennen geht, will ihr Coach die Erwartungen im Zaum halten - schließlich war es auch der Ausfall von Preuß, der den Sprung ins "mailot jaune" erst möglich machte.
"Es gibt viele Frauen mit größeren Erfolgen und mehr Erfahrung, mit denen man rechnen muss", mahnte Burdet und ergänzte: "Es ist zu früh für Lou, von der großen Kristallkugel zu sprechen. Es mangelt ihr immer noch an Vertrauen in ihr Potenzial", so der Erfolgstrainer, der seinen Schützling vor zu hohen Erwartungen bewahren möchte.
Am Samstag steht in Hochfilzen die Verfolgung an (ab 14:45 Uhr live bei Eurosport 1 und auf discovery+) - dann geht die Studentin mit noch zwölf Punkten Vorsprung auf Ingrid Landmark Tandrevold ins Rennen, muss aber 1:12 Minute Rückstand auf die Norwegerin aufholen.
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Jeanmonnot stürmt im Sprint zum ersten Weltcupsieg
Quelle: Eurosport
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