Johannes Thingnes Bö äußert sich zu Streit zwischen Johannes Klaebo und Langlaufverband: "Eine große Schwäche"

Johannes Thingnes Bö hat sich zum Streit zwischen dem norwegischen Langlaufverband und Langlaufstar Johannes Klaebo geäußert. "In meinen Augen ist es eine große Schwäche, wie sie es schaffen, diese Situation so deutlich in die Medien zu bringen", sagte der Dominator der letzten Saison gegenüber "TV2". Dabei zog der Biathlon-Star vor allem den Vergleich zur Handhabe im norwegischen Biathlonverband.

Johannes Thingnes Bö

Fotocredit: Getty Images

"Wir haben unsere Diskussionen auch im Biathlonverband, aber wir halten sie intern. Wir sind dort nicht annähernd auf diesem Niveau", erklärte Bö, wie die Norweger in ihrem Team mit Meinungsverschiedenheiten umgehen.
Dabei sei der Zusammenhalt zwischen Trainern, Sportlern und dem Verband vorbildlich und es herrsche "eine tolle Dynamik".
Klaebo liegt mit dem Langlaufverband im Twist, nachdem sich die beiden Parteien auf keinen neuen Vertrag einigen konnten. Seitdem geht der 26-Jährige außerhalb des Nationalteams an den Start und kritisierte zuletzt die Strukturen im Verband.
Für Bö ist klar, dass der Verband den Streit möglichst schnell aus der Welt schaffen muss. "Das ist etwas, was sie ein für alle Mal klären müssen, unabhängig davon, ob Klaebo einen unterzeichneten Vertrag erhält oder nicht", rät der Olympiasieger den Verantwortlichen in Norwegen.

Norwegischer Langlauf: Ohne Klaebo geht es nicht

Bös Kritik schloss sich Langlaufmanager Espen Bjervig an. "Es gab in den letzten Jahren bedauerlicherweise mehrere negative Fälle im Zusammenhang mit dem Langlaufsport des norwegischen Skiverbands", bemängelte Bjervig.
Vor allem müsse innerhalb des Verbands vertraulicher gearbeitet werden: "Ich stimme mit Johannes Thingnes Bö darin überein, dass wir intern bessere Lösungen der Meinungsverschiedenheiten finden und diese Fälle nicht durch die Medien bringen müssen."
Bei einer Sache ist sich Bö aber sicher: Ohne Klaebo wird der Langlauf in Norwegen nicht auskommen, dafür ist der 26-Jährige einfach zu prominent. "Es ist unmöglich, ihn von Anfang an außen vor zu lassen", glaubt Bö.
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Quelle: Eurosport

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