Johannes Thingnes Bö wünscht sich stärkere Biathlon-Konkurrenz: Appell auch an deutsches Team -"Wir brauchen alle"
VonLukas Fegers
Update 13/11/2024 um 17:04 GMT+1 Uhr
Sechs Norweger in den Top sieben - und ganz oben? Johannes Thingnes Bö. Die vergangene Biathlon-Saison war einmal mehr von der puren Dominanz der Norweger geprägt, nur der Franzose Emilien Jacquelin schob sich als Gesamtsechster dazwischen. Dass die Skandinavier in diesem Winter das Nonplusultra bleiben, scheint realistisch. Dennoch hofft Ausnahmeathlet Bø auf mehr Gegenwehr, auch vom DSV-Team.
König der Biathleten: Bö erhält große Kristallkugel
Quelle: Eurosport
"Wir haben genug Talent in unserem Team, um uns an uns selbst hochzuziehen", sagte der 31-Jährige im Interview mit der französischen Zeitung "Le Dauphiné Libéré".
Für den Biathlon-Sport an sich aber sei es nicht gut, "wenn langfristig nur eine Nation an der Spitze steht". Deshalb nahm Bö zweieinhalb Wochen vor dem Auftakt im finnischen Kontiolahti auch die anderen Länder in die Pflicht: "Wir brauchen die Schweden, die Franzosen, die Deutschen. Alle."
Fernab der eigenen Reihen erwartet der fünfmalige Olympiasieger und 20-malige Weltmeister in den kommenden Monaten von der französischen Auswahl die größte Gegenwehr.
"Ich denke, sie werden unsere größten Rivalen sein", vermutete der norwegische Superstar. Zwar sei die vergangene Saison für die Franzosen keine gute gewesen, "aber sie haben hart trainiert, um zurückzukommen", so Bö: "Dazu war es ihr erstes Jahr mit neuen Trainern. Vielleicht braucht es etwas Zeit, bis das neue System funktioniert."
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Johannes Thingnes Bø (in Gelb) hofft auf mehr internationale Konkurrenz.
Fotocredit: Getty Images
Batterien bei Bö sind aufgeladen
Im kommenden Winter peilt Bö derweil seinen dritten Gesamtweltcupsieg in Serie und den insgesamt sechsten der Karriere an. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er am Ende wieder ganz oben auf dem Podest steht, scheint mit Blick auf seine aktuelle Verfassung hoch.
"Meine Batterien sind aufgeladen und ich bin im Angriffsmodus", erklärte der Biathlet: "Mein Körper ist gut in Form, das Schießen läuft auch gut. Jetzt geht es nur noch darum, die Puzzlestücke wieder zusammenzusetzen."
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Quelle: Eurosport
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