Biathlon - Justus Strelow spricht über seine Stärke im Schießen, seinen schönsten Moment und Ziele für die Zukunft
Publiziert 07/09/2024 um 13:07 GMT+2 Uhr
Er ist einer der besten Schützen im Biathlon-Weltcup. In der vergangenen Saison traf Justus Strelow 94 Prozent aller Scheiben. Das brachte dem Sachsen nicht nur den konstanten Platz im deutschen Weltcupteam ein - keine Selbstverständlichkeit in einer stark besetzten deutschen Männermannschaft - sondern auch Rang 14 im Gesamtweltcup. Talent für das Schießen habe er schon immer gehabt, so Strelow.
Justus Strelow bei der Biathlon-WM in Nove Mesto
Fotocredit: Imago
"Talent verschafft dir einen Vorteil, aber man muss trotzdem arbeiten, um das Beste daraus zu machen. Man muss konzentriert und diszipliniert bleiben, wenn man mit der Waffe arbeitet", sagte er im Interview mit "Biathlonworld.com".
"Dasselbe gilt fürs Laufen: Auch wenn man Talent hat, muss man hart trainieren", fügte er hinzu.
Als "bisher schönsten Biathlonmoment" bezeichnete der 27-Jährige seinen Sieg an der Seite von Vanessa Voigt bei der Single-Mixed-Staffel in Antholz. "Das Wetter war perfekt und der Wettkampf hat Spaß gemacht", sagte er.
Strelow ergänzte: "In der letzten Runde musste ich mir Vetle Sjaastad Christiansen vom Leib halten. Ich wusste, dass ich liegend keine Probleme haben würde. Das Stehendschießen war entscheidend. Nach einem Fehler war ich frustriert. In der Schlussrunde bin ich um mein Leben gelaufen - und um den Sieg - und habe gehofft, dass nichts mehr schiefgeht. Als ich die Ziellinie überquert, war ich unglaublich erleichtert und glücklich."
Strelow: "Sieg zu teilen ist das Beste"
Ein Weltcupsieg in einem Einzelrennen sei ein großes Ziel. "Aber immer, wenn man so einen Sieg wie den mit Vanessa oder einen Staffelerfolg erlebt, ist das wunderbar, denn man kann ihn mit seinen Teamkollegen teilen. Wir sind alle befreundet und sich den Sieg zu teilen, ist das Beste überhaupt", fügte er hinzu.
Schlechte Leistungen müsse man möglichst schnell abhaken. "Nach einem schlechten Tag muss man sich wieder aufraffen, sich anschauen, was los war und die Fehler analysieren. Zwei Stunden reichen aus, um ein schlechtes Ergebnis emotional zu verarbeiten, danach ins Bett zu gehen und sich auf den nächsten Tag zu konzentrieren", so Strelow.
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Quelle: Eurosport
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