Biathlon: Einar Hedegart bereut seinen Wechsel vom Langlauf nicht - Olympiasieger steckt sich bereits ganz hohe Ziele

Einar Hedegart hat im vergangenen Frühjahr gewiss für eine der ungewöhnlicheren Geschichten im Wintersport gesorgt: Als frischgebackener Doppel-Olympiasieger im Langlauf entschied sich der 24-Jährige nach einem öffentlichen Hin und Her für eine Rückkehr in den Biathlon. Trotz seines Starts im B-Kader der Norweger bereut Hedegart diesen Schritt nicht - und steckt sich bereits ganz hohe Ziele.

Einar Hedegart ist in den Biathlon zurückgekehrt

Fotocredit: Getty Images

"Ich habe meine Entscheidung überhaupt nicht bereut", erklärte Hedegart im Interview mit der Internationale Biathlon-Union (IBU), räumte im selben Atemzug aber ein: "Gleichzeitig ist das natürlich auch ein bisschen beängstigend, weil ich im Langlauf ziemlich gut war."
Seit seinem Debüt im Dezember 2024 im Langlauf-Weltcup kannte der Norweger nur einen Weg - und der führte steil nach oben. Drei Weltcupsiege im Einzel sowie drei weitere Podestplätze verzeichnete er, viel wichtiger waren jedoch die Medaillen bei den Olympischen Spielen 2026.
Bei den Wettkämpfen in Tesero eroberte er zwei Gold (4 x 7,5 km/Teamsprint Freistil) und eine Bronzemedaille (10 km Freistil). Für einen jungen Athleten normalerweise ein vorläufiger Höhepunkt. Nicht so bei Hedegart.
Seit jeher galt der 24-Jährige als Multitalent, im März 2023 absolvierte er sogar Rennen im Biathlon-Weltcup und landete jeweils in den Punkten. Seine Wahl fiel schließlich doch auf eine Karriere im Langlauf, die er mit seinem Comeback bei den Skijägern vorerst auf Eis legt.

Hedegart träumt: "Vielleicht mehr, als ich erwarten kann"

"Für mich ist es die richtige Entscheidung. Biathlon macht einfach viel mehr Spaß und ich glaube, dass mein Potenzial dort deutlich größer ist", merkte Hedegart an. "Darauf habe ich meine Entscheidung gestützt. Ich bin wirklich glücklich und kann sagen, dass meine Entwicklung sogar besser verlaufen ist als erwartet."
Trotz seiner früheren Erfahrungen wird der Umstieg aber kein Zuckerschlecken. "Die größte Herausforderung besteht darin, am Schießstand konstant zu werden. Läuferisch reicht mein Niveau mehr als aus", gab Hedegart zu.
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Quelle: Eurosport

Seine Einschätzung spiegelt sich auch in seiner Zielsetzung wider, die nicht selbstbewusster ausfallen könnte.
"Ich sehe mich als Sprint-Spezialisten, weil dort nur zweimal geschossen wird", so Hedegart. "Meine Träume sind: Rennen gewinnen, um das Rote Trikot im Sprint zu kämpfen, mich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren und vielleicht sogar den Titel zu holen."
So würde jedenfalls seine Traumsaison aussehen, "aber vielleicht ist das mehr, als ich erwarten kann. Trotzdem bin ich überzeugt, dass diese Saison schon jetzt richtig gut werden kann."

Hedegart muss erst im IBU Cup ran

Bevor er die Elite aufmischen darf, muss sich Hedegart zunächst eine Klasse tiefer beweisen. "Der Weg in den Weltcup ist ziemlich schwierig", sagte er.
Aufgrund seiner mehrjährigen Abwesenheit fehlen ihm die nötigen Qualifikationspunkte, weshalb der Weg zunächst über den IBU-Cup führt. "Es geht darum, möglichst schnell die nötigen Punkte für den Aufstieg in den Weltcup zu sammeln."
Vorerst muss sich Hedegart also mit Trainingseinheiten mit der B-Mannschaft zufriedengeben. Teil des Deals, der sein Biathlon-Comeback betraf, war jedoch eine Abmachung, dass er immer wieder zum Elite-Kader stoßen darf.
Und wer weiß: Vielleicht wird Hedegart nach nicht allzu langer Zeit ohnehin fixer Bestandteil des Teams sein.
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Quelle: Eurosport


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