Laura Dahlmeier starb vor einem Jahr am Laila Peak - Familie und Freunde gedenken der Biathletin am ersten Todestag

Vor einem Jahr kam Laura Dahlmeier tragisch ums Leben. Ihr Tod in den Bergen wirkt immer noch nach. An ihrem ersten Todestag gedenken Familie, Freunde und ehemalige Weggefährten der erfolgreichen Biathletin, die im Alter von nur 31 Jahren am Laila Peak ihr Leben verlor. "Was sie hinterlassen hat, das bleibt für die Ewigkeit", sagt beispielsweise Freundin und Teamkollegin Denise Hermann-Wick.

Biathlon-Olympiasiegerin Dahlmeier bei Bergunfall gestorben

Quelle: SID

Irgendwo in den eisigen Höhen des unwirtlichen Karakorum-Gebirges liegt der Leichnam von Laura Dahlmeier unter Schnee, Eis und Fels begraben. Eine schreckliche Vorstellung - mit der sich die Eltern aber arrangiert haben.
"Ich glaube", sagte Vater Andreas schon vor Monaten, "Laura hätte es so gewollt, in den Bergen ihren Frieden zu finden." Sie sei "dort begraben, wo sie glücklich war und sich frei fühlte" - "verschmolzen mit den Herzen der Berge", wie Mutter Susi ergänzte.
Am Dienstag jährt sich der tragische Tod der Biathlon-Königin zum ersten Mal. Bei einer Klettertour am 6096 m hohen Laila Peak in Pakistan wurde Dahlmeier im Alter von nur 31 Jahren von einem Steinschlag getroffen und aus dem Leben gerissen.
Die (Biathlon-)Welt stand an jenem 28. Juli 2025 still, noch immer wirkt das Unglück der sympathischen Bayerin nach. Am traurigen Jahrestag planen die Eltern ein stilles Gedenken im engen Familienkreis. Nur kein Trubel!

Trauer um Dahlmeier: Deutschland stand still

Dies ist auch ganz im Sinne ihrer Tochter Laura. Die stand zwar als zweifache Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin stets im Fokus der Öffentlichkeit, suchte aber als Ausgleich immer wieder die Abgeschiedenheit ihrer geliebten Berge. Auf den Gipfeln der Welt fühlte sich Laura Dahlmeier wohl - ausgerechnet dort fand sie den Tod, dort wird sie wohl für immer liegen.
Dass sie nicht geborgen werden konnte, sei "vielleicht" gut so, sagte Vater Andreas der "Sport Bild". Er stelle sich vor, "wenn Laura in einem Grab auf einem Friedhof liegen würde, und den ganzen Tag über kommen Leute vorbei - sie würde aufschauen und denken: Meine Güte, schon wieder ist jemand da. Lasst mir doch endlich mal meine Ruhe!"
Dahlmeier war seit 2023 staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, das Bergsteigen wurde bereits während ihrer beeindruckenden Sportlerkarriere zu ihrer Leidenschaft - sie kannte das Risiko. Es brauche auch "das nötige Quäntchen Glück, damit ich immer wieder heil nach Hause komme", sagte sie einmal. Dieses "Quäntchen Glück" verließ sie bei ihrer letzten Mission am Laila Peak.
Man habe nach der Todesnachricht das Gefühl gehabt, sagte Denise Herrmann-Wick bedrückt, "dass Deutschland stillsteht. Daran hat man gemerkt, wie viele Menschen sie berührt hat." Dahlmeier habe "tiefe Spuren hinterlassen, wie auch in vielen anderen Bereichen des Lebens", ergänzte ihre ehemalige Teamkollegin und gute Freundin: "Das, was sie erreicht hat und das, was sie hinterlassen hat, das bleibt für die Ewigkeit. Deswegen ist sie im Herzen noch bei uns."

Gedenktafel in Garmisch-Partenkirchen erinnert an Dahlmeier

In Dahlmeiers Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen war der Kurpark im Frühjahr in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt worden. Dort steht auch eine Gedenktafel für die nach wie vor vielen Fans der Top-Sportlerin. Wenn er dorthin gehe, erzählte Andreas Dahlmeier, sei er nie allein.
Im August vergangenen Jahres hatte es für Laura Dahlmeier eine Gedenkfeier gegeben - die Musikstücke dafür hatte sie vorher noch selbst festgelegt. Darunter war eine Version des Oberreintal-Liedes mit der deftigen Zeile im Refrain: "Hei mi leckst am Arsch!". Dies ist bei Bergsteigern ein Ausruf, wenn sie einen Gipfel erklommen oder eine schwierige Passage gemeistert haben.
Laura Dahlmeier war dies am 28. Juli 2025 am Laila Peak nicht mehr gelungen.
(SID)
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Dahlmeier-Seilpartnerin Krauss schildert schrecklichen Unfall

Quelle: SID


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