Lisa Vittozzi erhält bei ihrem Comeback nach verpasster Saison Unterstützung von Franziska Preuß - gemeinsames Training in Ruhpolding

Für Lisa Vittozzi sind die Weichen nach ihrer aus sportlicher Sicht verlorenen letzten Weltcupsaison Richtung Comeback gestellt. Die Italienerin bereitet sich aktuell in Ruhpolding auf den kommenden Winter und die Olympischen Spiele 2026 vor. Unterstützung erhält sie dabei von Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß. Das verriet Vittozzi im Interview mit "Sportnews.bz".

Lisa Vittozzi und Franziska Preuß

Fotocredit: Imago

"Sie hat mir sofort nach meinem Ausfall im Winter geschrieben und war für mich da. Sie hat mir auch Tipps gegeben, weil sie selbst Ähnliches durchgemacht hat. Diese Nähe habe ich gespürt", sagte die 30-Jährige.
"Als wir hierherkamen, war sie dazu bereit, gemeinsam zu trainieren. Darüber bin ich sehr froh", fügte sie hinzu.
Vittozzi ist Preuß‘ Vorgängerin als Gesamtweltcupsiegerin. Vergangenen Winter konnte sie aufgrund von Rückenproblemen allerdings kein einziges Rennen bestreiten.
"Die Schmerzen sind weg", gab die Ex-Weltmeisterin im Einzel Auskunft über ihren aktuellen Gesundheitszustand.
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Quelle: Eurosport

Vittozzi: "War ein langsamer Prozess"

"Seit etwa eineinhalb Monaten. Das geschah nicht von einem Tag auf den anderen, es war ein langsamer Prozess. Ich habe Reha gemacht und habe den Schmerz durch gezielte Übungen Tag für Tag besser in den Griff bekommen. Langsam konnte ich wieder das Training aufnehmen – natürlich nur schrittweise, nicht sofort bei 100 Prozent. Mein Körper hat sich allmählich wieder an die Belastung angepasst", erklärte sie.
Im Dezember habe sie auch mental einen Tiefpunkt erreicht, gestand Vittozzi. Sie habe "trotzdem versucht, Schritt für Schritt weiterzumachen. Mit Willenskraft und Entschlossenheit habe ich all das überwunden. Ich habe jeden Tag für sich genommen, das hat mir sehr geholfen. Nicht daran zu denken, was später kommt, sondern mich auf den jeweiligen Moment zu konzentrieren."

Vittozzi: "Versuche, Tag für Tag zu leben"

Die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo (ab 6. Februar live bei Eurosport und discovery+), bei denen die Biathlonwettbewerbe in Antholz ausgetragen werden, habe sie noch nicht wirklich im Blick.
"Es ist natürlich das große Ziel der Saison. Aber im Moment denke ich nicht wirklich daran, es ist noch zu weit weg. Es kann noch so viel passieren. Ich versuche, Tag für Tag zu leben, Rennen für Rennen zu bestreiten und dabei immer in bestmöglicher Verfassung aufzutreten", sagte die 30-Jährige.
Auch Preuß wurde in ihrer Karriere mehrmals zurückgeworfen, unter anderem durch eine Fußverletzung und zahlreiche Infekte. 2024 entschied sich die Bayerin zu einer Operation an der Nasennebenhöhle, um ihre Atemfunktion zu verbessern.
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Quelle: Eurosport


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