Marit Öygard Zweite beim Sesongstart in Norwgen - Medizinstudentin und "Hobby"-Biathletin mit Chancen auf Weltcupstart
VonNiklas Bien
Update 17/11/2025 um 13:48 GMT+1 Uhr
Marit Öygard (26) stand 2016 schon mal kurz vor dem Durchbruch. Mittlerweile hat die Norwegerin den Fokus auf ihr Medizinstudium gelegt. Biathlon ist eher ein "kleines Hobby", wie sie selbst sagt. Nach ihren starken Auftritten beim traditionellen "Sesongstart" in Norwegen könnte es nun aber ganz schnell gehen: Öygard hat realistische Chancen auf den Weltcup - und womöglich bald ein Luxusproblem.
Greis über die Olympia-Anlage: "Das ist das Tolle an Antholz"
Quelle: Eurosport
Im Sprint lief Öygard im norwegischen Geilo gerade einmal 0,3 Sekunden hinter Gewinnerin Maren Kirkeeide ins Ziel. Am Sonntag wurde die 26-Jährige beim Massenstart immerhin Siebte.
Den Sieg sicherte sich derweil Ingrid Landmark Tandrevold. In der vergangenen Saison musste sich die Norwegerin noch einer kleinen Herz-OP unterziehen.
Während Tandrevold ihren Platz im Weltcup ohnehin schon sicher hat, geht es für Ragnhild Femsteinevik, Juni Arnekleiv, Karoline Erdal, Marthe Kråkstad Johansen, Emilie Kalkenberg und eben Öygard noch um drei Weltcup-Tickets.
Die Medizinstudentin wisse nicht einmal, "wo oder wann der Weltcup stattfindet". Ihr starker Sprint am Samstag könnte nun aber dafür gesorgt haben, dass sie sich schon bald genauer mit den geografischen und terminlichen Gegebenheiten auseinandersetzen muss.
Luxusproblem wird konkreter
2016 war Öygard schon einmal auf dem Sprung, als sie mit der Staffel bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer Gold gewann. Im vergangenen August entschied sich die 26-Jährige aber dafür, den Fokus auf ihr Studium zu legen.
"Biathlon ist für zu einem kleinen Hobby geworden. Ich gehe zum Training, komme nach Hause und muss mich dann hinsetzen, um zu lernen. Das funktioniert gut für mich", sagte Öygard gegenüber "NRK".
"Ich habe hart dafür gearbeitet, Medizin zu studieren, und lebe momentan meinen Traum. Biathlon und Medizin zu kombinieren, ist großartig, es ist also wirklich ein Luxusproblem", führte die 26-Jährige aus.
Es ist ein Luxusproblem, das Öygard bald zu einer echten Entscheidung zwingen könnte. "Ich hoffe, dass das Medizinstudium jetzt etwas warten kann. Jetzt kann sie sich voll und ganz auf den Biathlon konzentrieren. Das wäre toll", sagte "NRK"-Expertin Marte Olsbu Röiseland.
Öygard bereitet Entschuldigung für die Uni vor
Eine gewisse Flexibilität bringt die 26-Jährige auf jeden Fall mit, wie sie am Wochenende verlauten ließ: "Dann muss ich wohl meinen Chef an der Fakultät anrufen und fragen, ob ich ein etwas angepasstes Studium bekommen kann."
Das könnte Dich auch interessieren: DSV verkündet Kader für Weltcup-Auftakt - prominente Namen fehlen
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/07/30/image-99c18198-fe0c-4bea-9276-66276a1d7617-85-2560-1440.jpeg)
"Der reine Wahnsinn!" Heinrich kommentiert Dahlmeier-Gold 2018
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung