Nove Mesto: Johannes Kühn für Aufgabe nach Blackout am Schießstand von Sven Fischer kritisiert

Johannes Kühn hat sich für seine Aufgabe beim Sprint in Nove Mesto nach fünf Fehlern im Stehendschießen Kritik von Biathlon-Legende Sven Fischer eingehandelt. "Die Jungs müssen eh auslaufen, also soll er auch ins Ziel laufen. Man läuft einfach ins Ziel", sagte Fischer im "ZDF". Kühn hatte das Rennen nach insgesamt sechs Schießfehlern nach dem zweiten Schießen aufgeben.

Johannes Kühn

Fotocredit: Getty Images

Drama um Johannes Kühn beim Sprint-Weltcup in Nove Mesto: Der Deutsche verschoss fünfmal im Stehendanschlag und gab danach das Rennen auf.
Eine Aktion, die Ex-Biathlet Sven Fischer gar nicht gefiel.
"Es sind alles Vorbilder und es gehört einfach dazu, dass man weiterläuft, wenn man nicht schwerverletzt ist. Man läuft ins Ziel, auch wenn es langsam ist", sagte der ehemalige Weltklasse-Biathlet im "ZDF" und nannte Kühns Aufgabe eine "Kurzschlusshandlung".
Man müsse das Rennen aus "Respekt gegenüber denen, die vorne sind" beenden, forderte der 49-Jährige: "In Zukunft darf das nicht wieder vorkommen!"
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"Och, Johannes!" Kühn verschießt fünfmal und gibt auf

Quelle: Eurosport

Peiffer verteidigt Kühn

Arnd Peiffer, Dritter im Sprint von Nove Mesto, versuchte dagegen zu differenzieren. "Die Diskussion führt zu nichts, eine Aufgabe ist seine Entscheidung", sagte der 33-Jährige: "Er hätte den Verfolger eh nicht erreicht und es geht darum, wie er es am besten verarbeitet. Wenn er da lieber zurückzieht, ist das völlig legitim."
Kühn hätte keine Chance mehr gehabt, unter die besten 60 zu kommen und sich damit für den Verfolgungswettkampf am Sonntag zu qualifizieren.
"Im Jugendbereich kann man darüber diskutieren", meinte Peiffer, im Profibereich sei es jedoch verständlich. Kühn habe sich "jetzt erstmal verkrochen, um das zu verarbeiten". Er selbst "habe auch schon mal ein 'Full House' geschossen in Oberhof und ich weiß, dass das sehr frustrierend ist".
Peiffer plädierte dafür, den 29 Jahre alten Kühn nun eher aufzubauen als zu kritisieren. "Er ist eines unserer besten Lauftalente in Deutschland überhaupt und es muss das Ziel sein, dass er das Schießen in den Griff bekommt, denn den Johannes brauchen wir. Diese Aufgabe steht an."
Bei der zurückliegenden WM hatte es einen ähnlichen Fall gegeben, als der Franzose Émilien Jacquelin im Massenstart nach fünf Strafrunden im Liegendanschlag erst von seinem Trainer überredet werden musste, in langsamen Tempo als 30. und Letzter ins Ziel zu laufen.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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