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Biathlon-Weltcup in Oberhof: Paula Botet sorgt im Sprint für eine Sensation - Franziska Preuß abgeschlagen
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Update 09/01/2025 um 17:22 GMT+1 Uhr
Enttäuschung statt Heimsieg: Franziska Preuß hat im Sprint von Oberhof bei extremen Wetterbedingungen das Podest klar verpasst. Die Führende im Gesamtweltcup musste sich im Rennen über 7,5 km am Rennsteig mit dem ernüchternden 28. Platz begnügen. Bislang war Rang fünf ihr schlechtestes Saisonergebnis gewesen, schon sechs Mal war Preuß in diesem Winter aufs Podium gelaufen, holte dabei zwei Siege.
Botet gewinnt sensationell den Sprint in Oberhof - Highlights
Quelle: Eurosport
Franziska Preuß stützte sich im strömenden Regen von Oberhof enttäuscht und angefressen auf ihre Skistöcke.
Statt einer rauschenden Party vor den heimischen Fans erlebte die Führende im Gesamtweltcup bei extremen Wetterbedingungen einen Nachmittag zum Vergessen.
Reichlich Frust schob die 30-Jährige nach ihrem ernüchternden 28. Platz auch wegen einer Entscheidung des Verbandes.
"Mein Rennen war schlecht. Es ist viel zusammen gekommen", sagte Preuß und übte gleichzeitig Kritik an der Internationalen Biathlon Union (IBU). Sie verstehe nicht, "warum man die Rote Startgruppe nicht nach vorne verschoben hat".
Preuß und DSV ärgern sich über IBU
Man habe doch gewusst, "dass es regnet wie Hölle und die Strecke immer weicher wird. Da hätte man reagieren müssen. Das verstehe ich nicht."
So aber, schimpfte Preuß, "stapft man durch die nasse Pampe und merkt: Du kommst nicht vom Fleck. Es ist blöd, wenn man da Nachteile hat."
Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte vor dem Rennen noch eine Verschiebung der Startreihenfolge gefordert, war mit seinem Ansinnen aber gescheitert.
Und so konnte Sportdirektor Felix Bitterling den Frust von Preuß, die bei zum Teil strömendem Regen und böigem Wind Startnummer 64 hatte, "verstehen". Wenn das kein Wetter sei, bei dem die Reihenfolge umgedreht werde, dann wisse er nicht, "wann so ein Wetter sein soll".
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"Das ist Wahnsinn!" Junge Französin sorgt für Sprint-Überraschung
Quelle: Eurosport
Botet schafft Sensation
Beim Überraschungssieg von Paula Botet hatte die 30-Jährige so nach drei Schießfehlern satte 2:00,2 Minuten Rückstand. Die Ausgangsposition für den Verfolger am Samstag (12:30 Uhr live auf Eurosport und discovery+) über 10 km ist damit nicht ideal. Aber, so Preuß kämpferisch: "Es hilft nicht. Da muss man sich eben wieder nach vorne kämpfen."
Immerhin deutete Julia Tannheimer vor 10.000 Fans erneut ihr Potenzial an. Die 19-Jährige landete mit einem Fehler (+56,4 Sekunden) auf einem guten Rang neun und war beste DSV-Athletin. "Ich war echt verwundert, wie gut es auf der Strecke gelaufen ist. Im Rennen hat man den Regen nicht so gemerkt", sagte Tannheimer.
Selina Grotian (1/+59,0), die zuletzt den Massenstart von Grand Bornand gewonnen hatte, belegte den 10. Platz. Die angeschlagene Vanessa Voigt (2/+3:38,2), die über Schwindelgefühle klagte, kam weit abgeschlagen ins Ziel.
Kirkeeide und Todorova auf "No-Name-Podium"
Die Französin Botet triumphierte mit makelloser Schießleistung vor der Norwegerin Maren Kirkeeide (1/+31,1) und der Bulgarin Milena Todorova (1/35,0). Bestes Weltcup-Resultat von Botet war bislang ein 21. Platz gewesen.
Knapp drei Wochen nach einer Herzoperation war erstmals wieder auch Ingrid Landmark Tandrevold am Start. Die Norwegerin leistete sich bei ihrem Comeback zwei Schießfehler und kam immerhin auf Rang 15.
"Es ist fast unglaublich, dieses Gefühl so schnell wieder zu haben", sagte Tandrevold im "ZDF". Kurz vor Weihnachten war der 28-Jährigen nach Herzrhythmusstörungen bei einem minimalinvasiven Eingriff ein dünner Katheter gelegt worden.
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(SID)
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