Bakken-Startplatz in Oberhof jetzt doch nachbesetzt - Christiansen verwundert über Höhentrainingsmaske
Der Startplatz des verstorbenen norwegischen Biathleten Sivert Bakken wird beim Weltcup in Oberhof nun doch nachbesetzt. Wie der norwegische Biathlon-Verband bekannt gab, wird der ursprünglich in den IBU Cup beorderte Isak Frey nun doch weiter am Weltcup teilnehmen. Das erklärte Team-Manager Per Arne Botnan gegenüber dem "NRK". "Die ganze Situation ist absolut grausam", meine Isak.
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Quelle: Eurosport
"Ich hoffe, es wird ihm eine Ehre sein, Siverts Startnummer zu tragen", sagte Botnan und erklärte: "Sivert hätte wahrscheinlich am wenigsten gewollt, dass sein Platz frei bleibt."
Frey, im Weltcup aktuell "nur" 22. und damit nur sechstbester Norweger, habe selbst "lange darüber nachgedacht, ob ich Siverts Platz einnehmen soll, oder nicht", sagte der 22-Jährige. In Oberhof an seiner Stelle an den Start zu gehen, sei jedoch "der beste Weg", um Bakken zu ehren.
"Wenn einer gewollt hätte, dass man diesen Platz nutzt, dann Sivert", meinte Frey: "Er hat den Biathlon-Sport und seine Professionalität geliebt."
Bakken (27) war am 23. Dezember tot in seinem Hotelzimmer in Italien aufgefunden worden. Ergebnisse zur Todesursache werden allerdings spätestens im März erwartet. Das erklärte die Anwaltskanzlei der Familie am Dienstag.
Christiansen: "Ich weiß nichts über solche Masken"
"Am Wochenende wurden forensische Untersuchungen durchgeführt. Bislang liegen noch keine Ergebnisse vor, die Untersuchungen werden Anfang nächsten Jahres fortgesetzt", teilte die Anwaltskanzlei der Familie, Elden Advokatfirma, mit.
Bakken hatte eine Höhentrainingsmaske getragen. Laut Kanzlei gebe es weiterhin keine Anhaltspunkte dafür, dass "der Tod mit der Verwendung einer sogenannten Simulationsausrüstung für das Höhentraining in Zusammenhang steht".
Bakkens Teamkollege Vetle Sjaastad Christiansen äußerte sich derweil verwundet über die Auffindesituation mit Höhentrainingsmaske. "Ich habe keine Ahnung, ich weiß einfach nichts über solche Masken. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der eine benutzt, oder von jemandem gehört, der eine benutzt. Ich nehme an, dass es dasselbe Prinzip wie bei einem Höhenzelt ist, aber ich weiß es nicht", sagte er zu "VG".
Christiansen will sich nicht an Spekulationen beteiligen
Spekulationen verbietet sich Christiansen aber. "Es gibt so viele, die sich äußern, ohne über das nötige Wissen zu verfügen. Es sind sowohl Impfgegner, die jetzt die Gelegenheit nutzen, als auch all diejenigen, die die Höhenmaske dafür verantwortlich machen, ohne dass wir bisher viel darüber wissen", meinte der 33-Jährige.
Bakken hatte 2022 in Oslo seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und die Massenstartwertung gewonnen. Später wurde bei ihm eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert.
Im November 2024 kehrte er in den Wettkampfsport zurück. Mitte Dezember hatte er beim Weltcup in Le Grand Bornand noch am Start gestanden. Im Weltcup stand er zuletzt auf Gesamtrang 13.
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Quelle: Eurosport
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