Biathlon-Legende Raphaël Poirée kritisiert "Showman" Émilien Jacquelin und schwärmt von Éric Perrot
Update 30/12/2025 um 16:39 GMT+1 Uhr
Émilien Jacquelin gehört zu den besten Biathleten im Weltcup. Der 30-Jährige lief zuletzt in Le Grand Bornand zwei Mal auf das Podest. Doch trotz dieser Erfolge kritisierte Frankreichs Biathlon-Legende Raphaël Poirée seinen Landsmann. "Er ist ein Showman, aber Biathlon ist kein Sport für Showmen. Es ist ein Sport des Respekts", monierte der viermalige Gesamtweltcupsieger gegenüber "Ouest-France".
Botn mit "Mic Drop" - Jacquelin gewinnt wilden Sprint um Platz zwei
Quelle: Eurosport
Jacquelin gewann bei Weltmeisterschaften bereits fünf Titel, unter anderem zwei Mal in der Verfolgung (2020, 2021), und holte zudem zwei olympische Silbermedaillen mit der Staffel. Dennoch fehle dem 30-Jährigen "etwas, denn sein Potenzial ist enorm. Ich glaube, es ist eine mentale Angelegenheit", mutmaßte Poirée.
Woran der 44-malige Weltcupsieger dies genau ausmacht, erklärte er in dem Interview nicht. In der Vergangenheit fiel Jacquelin, der zunächst eine Karriere im Radsport angestrebt hatte, allerdings wiederholt mit taktischen Spielchen auf.
Bei der Biathlon-WM 2021 in Pokljuka machte der Franzose zudem Schlagzeilen, als er als frischgebackener Verfolgungsweltmeister im Massenstart fünf Fehler im zweiten Schießen schoss und erst nach langen Diskussionen mit Betreuern an der Strecke das Rennen gefrustet zu Ende lief.
Ein anderer Landsmann erhielt von Poirée hingegen großes Lob: Éric Perrot, hinter dem norwegischen Senkrechtstarter Johan-Olav Botn Zweiter im Gesamtweltcup und damit auch der aktuell beste Franzose.
Großes Lob für Perrot: "Respektvoll und intelligent"
"Ich kenne Eric und seine Eltern sehr gut. Er war vor anderthalb Jahren bei mir zu Hause. Er stellt die richtigen Fragen, er hört zu. Er ist ein sehr guter Mensch, ruhig, freundlich, respektvoll und intelligent." Zudem lerne der 24-Jährige "schnell. Jedes Jahr macht er Fortschritte."
Die vergangene Saison beendete Perrot als Dritter im Gesamtweltcup. In der Saison 2023/24 kratzte der Youngster zudem als Elfter bereits an den Top Ten.
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Quelle: Eurosport
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