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Olympia 2026 - Erik Lesser und Männer-Staffel bekommen nachträglich Gold: Kribbelt ein "klitzekleines bisschen"
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Publiziert 13/02/2026 um 11:44 GMT+1 Uhr
Zwölf Jahre nach den Winterspielen in Sotschi erhält die deutsche Biathlon-Staffel am Sonntag nachträglich die Goldmedaille. Die deutsche Staffel um Erik Lesser wurde in der Loipe nur Zweiter, Jahre später wurde Evgeny Ustyugov, ein Teilnehmer der russischen Staffel, wegen Dopings gesperrt und Deutschland wurde Olympiasieger. Für Lesser bedeutet die Ehrung das Ende eines Lebensabschnitts.
Medaillenjagd auf der Langstrecke: Einzel-Highlights aus Antholz
Quelle: Eurosport
Einen Platz für sein neuestes Schmuckstück hat Erik Lesser schon gefunden. In den eigenen vier Wänden soll sie an einer selbst gebastelten Mosaiktafel aus Nussbaumholz hängen - diese Medaille, auf die er so lange gewartet hat.
Zwölf Jahre nach den Winterspielen in Sotschi erhält die deutsche Biathlon-Staffel am Sonntag in Antholz nachträglich Gold, für Lesser bedeutet dies endlich das Ende eines großen Lebensabschnitts.
In seinem Kopf könne dann "tatsächlich ein Schlussstrich" unter seine sportliche Karriere gezogen werden, sagte der zweimalige Weltmeister dem "SID" im Rahmen der olympischen Wettbewerbe in Norditalien: "Die Fragen zu Sotschi hören dann auf, weil es erledigt ist, die Entscheidung ist getroffen."
Bei den Winterspielen in Russland hatte die deutsche Staffel mit Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Simon Schempp und Lesser um lediglich 3,5 Sekunden den Olympiasieg verpasst, hinter dem Gastgeber Silber gewonnen.
Gold für Russland wegen Dopings aberkannt
Jahre später sperrte der Internationale Sportgerichtshof CAS dann aber den russischen Staffelteilnehmer Evgeny Ustyugov wegen eines Dopingvergehens, alle seine Ergebnisse zwischen 2010 und 2014 wurden annulliert.
Nach Jahren des Wartens und Einsprüchen Ustjugows gab die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dann im September 2025 grünes Licht: Gold geht nach Deutschland.
Dass Ort und Zeit der Übergabe nun auf die Winterspiele in Antholz fallen, war "schon wichtig" für Lesser, der seine Karriere vor vier Jahren beendet hatte.
"Es hätte natürlich auch ein Weltcup zu Hause sein können, Oberhof oder Ruhpolding, da wären wir offen gewesen", sagte er. Aber so sei "der Rahmen ganz cool, dass man auf dem Bild des Podests auch die Ringe im Hintergrund hat".
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Die deutsche Männer-Staffel holte in Sotschi sportlich Silber
Fotocredit: Getty Images
Lesser: "Haben uns trotzdem als Sieger gefühlt"
Viele würden ihn fragen, ob er sich "betrogen fühle um den Moment", erzählte Lesser - und verneinte. Schließlich habe das Team diesen "auf dem Podium" gehabt. "Wir haben uns trotzdem als Sieger gefühlt. Und da wir uns als Sieger gefühlt haben, war das für mich in meiner Wahrnehmung kein Moment, der mir von irgendjemandem genommen oder gestohlen wurde."
Statt Ärger ist da vielmehr die Vorfreude. Das Kribbeln sei schon ein "klitzekleines bisschen" da, sagte Lesser: "Ich hoffe einfach, dass ich dann den Moment auch genießen kann." Da hilft, dass das "ZDF" "glücklicherweise" am Sonntag die Olympia-Übertragung übernimmt - da bleibt dem "ARD"-Experten etwas mehr Zeit für andere Dinge.
Zum Beispiel für die Familie, die natürlich vor Ort dabei sein wird. Und die in Zukunft im Haus des früheren Biathleten sehen wird, dass da neben Silber und Bronze auch eine olympische Goldmedaille an der Wand hängt.
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(SID)
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