Olympia 2026 - Franziska Preuß erlebt ihr nächstes Drama: Frankreichs Dominanz geht in der Frauen-Staffel weiter

Das Drama bei den Olympischen Winterspielen um Franziska Preuß geht in der Staffel weiter. Die 31-Jährige leistete sich im zweiten Schießen in Führung liegend zwei Fehler und konnte auch mit den drei Nachladern eine Strafrunde nicht verhindern. Am Ende wurde Deutschland nur Vierter. Die Dominanz der Französinnen geht derweil auch in der Staffel weiter. Sie gewannen vor Schweden und Norwegen.

Highlights: Preuß-Strafrunde zu viel für DSV-Staffel

Quelle: Eurosport

Franziska Preuß brauchte nach ihrem nächsten persönlichen Drama Zeit für sich. Während sich Deutschlands Sportlerin des Jahres eine gute Viertelstunde lang in die Kabine zurückzog, konnten ihre Teamkolleginnen das historische Debakel nicht mehr abwenden.
Erstmals überhaupt blieben die deutschen Biathleten sowohl in der Männer- als auch in der Frauen-Staffel ohne Olympia-Medaille. In Führung liegend musste die auf Position zwei vorgezogene Preuß in die Strafrunde, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt konnten diese Hypothek nicht wettmachen.
Vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp reichte es so nur zu Rang vier, 21 Sekunden fehlten nach der Strafrunde sowie acht Nachladern zu Bronze.
"Wir sind enttäuscht, dass es nicht zur Medaille gereicht hat", sagte Hettich-Walz: "Ich hätte ein Überrennen gebraucht, um den Anschluss nach vorne wieder herzustellen." Damit bleibt das deutsche Biathlon-Team bei lediglich einer Bronze-Medaille in der Mixed-Staffel. "Die Enttäuschung überwiegt schon, es schmerzt sehr", sagte auch Schlussläuferin Voigt.
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Franziska Preuß gibt bei Olympia 2026 das Ende ihrer Karriere bekannt

Fotocredit: Getty Images

Preuß patzt als zweite Läuferin

2022 hatte das Quartett mit Voigt, Vanessa Hinz, Preuß und Denise Herrmann-Wick in Peking Bronze gewonnen - und damit die erfolgreiche Tradition deutscher Staffeln fortgesetzt.
Im Kampf gegen die Probleme beim letzten Schießen hatte ein taktischer Kniff Preuß wieder in die Spur bringen sollen, statt als Schlussläuferin ging sie bereits auf Position zwei ins Rennen.
"Bei der Franzi ging es natürlich auch darum, sie bewusst aus dieser Situation rauszunehmen, in der sie jetzt ein, zwei Mal gestrugglet hat", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. Man habe eine Aufstellung gewählt, "mit der man angreifen kann".
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Strafrunde im Stehendschießen: Preuß wirft Führung weg

Quelle: Eurosport

Hettich-Walz und Voigt können Lücke nicht schließen

Die laufstarke Tannheimer setzte sich mit einer schnellen ersten Runde und einer fehlerfreien ersten Serie mutig an die Spitze, nach zwei Nachladern übergab sie als Zweite mit fünf Sekunden Rückstand auf Schweden. Preuß ging mit einer fehlerfreien Liegendserie in Führung, doch dann ging stehend wieder alles schief: Die Gesamtweltcupsiegerin musste wie schon im Mixed in die Strafrunde. Bitterling und Trainer Sverre Olsbu Röiseland sackten ratlos auf die Knie.
Schließlich entstand ein Loch von 47 Sekunden nach ganz vorne. Hettich-Walz kam vor Tausenden deutscher Fans zwar ein paar Ränge nach vorne, verlor aber weitere Zeit zu den Medaillenrängen. Voigt ging 35 Sekunden hinter Position drei auf die Strecke, schoss fehlerfrei - und kam doch nicht mehr ganz nach vorne. Dort siegten die Favoritinnen aus Frankreich (1 Strafrunde +6 Nachlader) vor Schweden (1+7/+51,3 Sekunden) und Norwegen (0+7/+1:07,6 Minuten).
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Simon-Show besiegelt Frankreich-Gold – Voigt kann nicht mehr angreifen

Quelle: Eurosport

Bitterling zieht bittere Olympia-Bilanz

"Der Kopf hängt gerade tief. Das muss man ihr auch zugestehen, das ist menschlich", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Es sei "eine mentale Geschichte. Irgendwas scheint derzeit in den Klamotten oder zwischen den Ohren drin zu hängen."
"Jetzt gerade tut es weh für alle. Wieder Vierter - das ist der Platz, den du nicht haben willst", betonte Bitterling: "Der Sport schreibt viele Geschichten von Triumphen. Das ist jetzt halt ein Tag, der auch mal ein bisschen bitter ist. Das macht die Franzi nicht weniger zu einem Champion."
Seit der Aufnahme der Frauenwettbewerbe ins olympische Biathlonprogramm 1992 hatte es in den Staffeln von Männern oder Frauen immer mindestens eine Medaille gegeben. Doch nachdem die Frauen zum dritten Mal nach 2014 und 2018 das Podest verfehlten, ist die historische Negativbilanz nach Platz vier der Männer-Staffel perfekt. "Es soll scheinbar gerade einfach nicht sein", haderte Bitterling.

Preuß letzte Chance am Samstag

Preuß dürfte nach ihren bitteren Patzern bei den letzten Schießen im Mixed, Einzel und Verfolgung mit ihrem Auftritt weiteres Selbstvertrauen eingebüßt haben.
Der Massenstart am Samstag (14:15 Uhr bei Eurosport und HBO Max) ist die finale Chance zur Erfüllung ihres Traums von einer olympischen Einzelmedaille. Ob die 12,5 Kilometer sogar ihr letztes Karriererennen sein werden oder sie bis Saisonende weitermacht, ist noch offen.
Außerdem haben sich Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz für den Showdown der besten 30 Frauen qualifiziert.
Bei den Männern steht bereits am Freitag (14:15 Uhr bei Eurosport und HBO Max) mit dem Massenstart das letzte Olympia-Rennen an. Nach der Enttäuschung in der Staffel gehen Philipp Nawrath, David Zobel und Philipp Horn allerdings als krasse Außenseiter ins Rennen.
(SID)
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Große Enttäuschung bei Voigt nach Blech: "Es schmerzt"

Quelle: Eurosport


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