Biathlon-Weltcup Oslo: Jeanmonnot holt große Kugel nach Drama mit Preuß in Vorsaison - DSV-Asse im Sprint chancenlos

Lou Jeanmonnot hat den Biathlon-Gesamtweltcup 2025/26 gewonnen. Die Französin, die in der Vorsaison in einem dramatischen Finale noch Franziska Preuß im Kampf um die große Kugel den Vortritt lassen musste, landete im Sprint von Oslo auf Rang sechs und kann damit zwei Rennen vor Schluss nicht mehr eingeholt werden. Die deutschen Starterinnen waren beim Sieg von Hanna Öberg (Schweden) chancenlos.

Highlights: Jeanmonnot sprintet zum Gesamtweltcup

Quelle: Eurosport

Vanessa Voigt machte auf dem Zielstrich nochmals einen Ausfallschritt, doch dabei ging es nur noch um Ergebniskosmetik statt um den ganz großen Coup. Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des Finals am legendären Holmenkollen erneut nur eine Nebenrolle gespielt.
Es droht weiter die erste sieglose Weltcup-Saison der Geschichte, die Leistungen im Sprint machten nur wenig Hoffnung für das Wochenende. Voigt kam als Beste über die 7,5 km mit einer Strafrunde auf Rang 16, mehr als eine Minute fehlte zum Podest.
Sie sei "schon" unzufrieden, sagte Voigt im "ZDF": "Da war mehr drin. Ich habe nicht viel Feedback vom Ski bekommen, habe mich auf der Strecke nicht so wohl gefühlt. Aber der eine Fehler am Schießstand muss nicht sein."
In der Nationenwertung verteidigte Deutschland trotz der durchwachsenen Ergebnisse den komfortablen Vorsprung auf die sechstplatzierten Finninnen, die in Oslo ebenfalls schwächelten. "Das soll nicht arrogant klingen, aber das sollte schon drin sein für eine Biathlon-Nation wie Deutschland", betonte Voigt.

Jeanmonnot gewinnt Biathlon-Gesamtweltcup

Die Französin Lou Jeanmonnot sicherte sich nach der dramatischen Niederlage im Duell mit Franziska Preuß im Vorjahr vorzeitig den Gesamtweltcup, ist nach Platz sechs in den letzten beiden Rennen nicht mehr zu verdrängen.
"Ich bin sehr stolz und glücklich", sagte Jeanmonnot bei Eurosport. "Der Rucksack ist weg, es ist eine Art Erleichterung. Jetzt kann ich die Rennen, glaube ich, mehr genießen", ergänzte sie.
Den Tagessieg holte sich die fehlerfreie Schwedin Hanna Öberg in 20:20,4 Minuten, ihre jüngere Schwester Elvira (0 Strafrunden/+20,1 Sekunden) wurde Dritte. Dazwischen schob sich lediglich die Italienerin Lisa Vittozzi (0/+5,3).
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Lou Jeanmonnot macht im Sprint von Oslo den Triumph im Gesamtweltcup perfekt

Fotocredit: Getty Images

DSV-Team droht historische Nullnummer

Für das DSV-Team sind die Rennen am Holmenkollen die letzte Chance zum Abwenden einer historischen Nullnummer. "Es war nicht die Saison für die Deutschen", hatte Ikone Uschi Disl bereits vor dem Finale im Gespräch mit dem "SID" gesagt.
In den vorherigen 63 Rennen gab es keinen einzigen Sieg, auch für das Podest reichte es lediglich siebenmal - in Einzel- und Staffelrennen zusammengenommen. An dieser Negativbilanz änderte sich auch am Freitag nichts.
Wegen der deutlichen Plusgrade und der tiefen Strecke wurde kurzfristig die Startreihenfolge geändert und die Besten durften am Anfang starten. Den Deutschen half das nur wenig, die Ausgangslage für das Jagdrennen ist ungünstig. 

Deutschen Biathlon-Assen bleiben noch fünf Chancen

Julia Tannheimer (2/+1:32,1), Janina Hettich-Walz (2/+1:32,4) und Selina Grotian (1/+1:37,6) schafften es nach Schwächen am Schießstand gerade so unter die besten 25, Julia Kink (1/+2:01,6) und Marlene Fichtner (1/+2:04,9) landeten jenseits der Top 30.
Das deutsche Team wartet vor dem Abschlusswochenende noch auf den ersten Saisonerfolg, erstmals in der Geschichte droht ein Winter ohne Weltcupsieg. Noch bleiben fünf Chancen, weiter geht es am Freitag (16:15 Uhr) mit dem Sprint der Männer.
Für Samstag (13:45 und 16:15 Uhr) sind dann die beiden Verfolgungen geplant, ehe zum Abschluss am Sonntag (13:30 und 16:30 Uhr alles live auf Eurosport und bei HBO Max) traditionell die Massenstarts anstehen.
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(SID)
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Highlights: DSV-Team gelingt Aufholjagd - Jacquelin mit bösem Fauxpas

Quelle: Eurosport


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