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Michael Rösch: Ex-Biathlon-Star analysiert Saisonstart der DSV-Herren um Erik Lesser, Benedikt Doll und Co.
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Publiziert 01/12/2021 um 09:02 GMT+1 Uhr
Der Saisonauftakt der deutschen Biathlon-Herren in Östersund verlief durchwachsen. Einzig Philipp Nawrath konnte sich schon für Olympia qualifizieren - für Michael Rösch nach den Rücktritten von Arnd Peiffer und Simon Schempp keine Überraschung. "Bei den Männern muss man die Erwartungen im Vergleich zu den letzten Jahren einfach deutlich herunterschrauben", sagte er exklusiv bei Eurosport.de.
Erik Lesser - Östersund
Fotocredit: Getty Images
"Die Lücke, die Arnd Peiffer und Simon Schempp hinterlassen haben, ist schwer zu schließen", ergänzte der 38-Jährige.
Früher habe man zudem einige wirklich junge Talente bereits im Weltcup dabei gehabt. Nun sei Justus Strelow mit 25 Jahren das Nesthäkchen im Team. "Der Nachwuchs fehlt ganz einfach", stellte Rösch fest.
Doch der Staffel-Olympiasieger von Turin sieht auch Lichtblicke im deutschen Team.
"Mit Johannes Kühn kommt jetzt zumindest wieder jemand zurück, der auch vorne mitlaufen kann, wenn er trifft. Insgesamt haben wir viele Top-15-Läufer, die aber auch schnell mal unter die Top 6 laufen können, wenn die Schießleistung stimmt", sagte Rösch.
Rösch: Lesser erwartet schweres Jahr
Auch mit Benedikt Doll müsse man vor allem läuferisch rechnen. "Er ist für mich ein Podestläufer, aber zuletzt hat er sein Schießen überhaupt nicht im Griff gehabt. Auch bei der WM nicht, immer waren es ein oder zwei Fehler zu viel", analysierte der ehemalige Athlet: "Aber trotzdem: Wenn er trifft und gut läuft ist er für mich die Nummer eins im deutschen Team."
Nawrath wiederum habe ihn mit seinem sechsten Platz im Sprint von Östersund, gleichbedeutend mit der sofortigen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking, "nicht wirklich überrascht".
Rösch über den 28-Jährigen: "Ich kenne seine Stärken. Er hat viel mit Benedikt Doll trainiert, hatte also auch da schon die Vergleiche mit einem Topmann. Das gibt ihm ein gutes Gefühl. Auch im Einzel war er in der Laufzeit schon stark. Nawrath wird sich in den kommenden Jahren mehr und mehr festigen." Zusammen mit Roman Rees könne Nawrath daher "regelmäßig in die Top 20 laufen", glaubt der 38-Jährige.
Für Routinier Erik Lesser erwartet Rösch hingegen wieder ein schweres Jahr. "Er hatte jetzt auch wieder einen Infekt, das zieht sich dann mal gerne zwei bis drei Wochen hin. Ich hoffe es nicht, aber ich habe die Befürchtung, dass Erik lange für seine Olympiaqualifikation brauchen wird - wenn er sie denn schafft. Wir brauchen ihn für die Staffel", erklärte der viermalige Weltcupsieger.
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