Biathlon in Östersund: Horror-Start für deutsche Damen-Staffel um Franziska Preuß - Frankreich feiert ersten Sieg

Die französische Damen-Staffel hat das erste Rennen des Biathlon-Winters 2025/26 für sich entschieden. Das Quartett um Schlussläuferin Lou Jeanmonnot (0+8) setzte sich über 4x6 Kilometer in Östersund vor Italien (1+9) und Tschechien (0+8) durch. Die deutsche Staffel um Franziska Preuß (3+10) erlebte einen gebrauchten Saisonauftakt und landete mit 3:16 Minuten Rückstand auf dem 11. Platz.

Highlights: Schwarzer Auftakt für DSV-Quartett - Französinnen stark

Quelle: Eurosport

Franziska Preuß trudelte enttäuscht über die Ziellinie. Nur Rang elf mit der Staffel zum Auftakt des Olympia-Winters - der Frust war entsprechend groß. "Es war definitiv eine schlechte Leistung. Platz elf, da braucht man nicht viel dazu sagen. Das war kein guter Start", sagte die Gesamtweltcupsiegerin bedient.
"Das hätte nicht passieren dürfen. Ich war total aufgeregt vor dem Rennen. Das hatte ich schon lange nicht mehr, dass ich so aufgeregt war. Mir tut es total leid für die Anderen", ergänzte Selina Grotian.
Die 21-Jährige, an Position drei laufend, leistete sich im Liegendanschlag zwei Strafrunden, vorbei war es mit der erhofften Podiumsplatzierung beim Weltcup im schwedischen Östersund. Dass Gesamtweltcupsiegerin Preuß als Schlussläuferin auch noch in die Strafrunde musste, passte ins Bild. Die Strecke habe "muskulär reingehauen. Ich habe die Waffe nicht mehr ruhig bekommen", so die 31-Jährige in der "ARD".
Der Sieg im Rennen über 4x6 km ging an Frankreich (0+8) vor Italien (1+9/+13,8 Sekunden) und Tschechien (0+8/+30,8). Preuß und Co. (3+10) hatten satte 3:16,2 Minuten Rückstand.
Für ein deutsches Frauenteam war es das schlechteste Staffelergebnis seit dem zwölften Platz von Nove Mesto im März 2021.
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Zwei Strafrunden! Grotian patzt im Liegendschießen

Quelle: Eurosport

Frankreich trotzt Unruhen im Vorfeld

Wenigstens hatten sich Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz nach längeren Pausen ordentlich zurückgemeldet. "Ich war doch sehr aufgeregt. Aber es ist einfach schön, wieder dabei zu sein, diese Nervosität zu spüren", sagte Voigt.
Für die 28-Jährige war es das erste Rennen seit Januar gewesen. Hettich-Walz war Mutter geworden und hatte noch länger gefehlt. Sie sei nervös gewesen, "aber auf der Strecke hat es sich dann angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen".
Trotz aller Querelen im Vorfeld unterstrichen indes die favorisierten Französinnen gleich einmal ihre Ambitionen. "Ich habe eine Menge Druck gespürt. Mein Liegendschießen war nicht so gut in den letzten Monaten. Davor hatte ich ein bisschen Angst", sagte Schlussläuferin Lou Jeanmonnot: "Das tut gut für die kommenden Einzelrennen."
Topläuferin Julia Simon fehlt in Östersund nach ihrer Verurteilung wegen Diebstahl und Kreditkartenbetrug aufgrund einer verbandsinternen Sperre.
Zudem hatte eine angebliche "Gewehr-Affäre" um Jeanne Richard, die ihrer Kollegin Océane Michelon die Waffe manipuliert haben soll, zuletzt für Wirbel gesorgt.

Männer-Staffel verpasst Podest trotz Aufholjagd

Deutlich besser lief es im Anschluss für die deutschen Männer. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn verpassten zwar das Podium, belegten nach einer Aufholjagd aber noch einen guten vierten Platz.
Der Sieg ging an Norwegen (1+10), das auch ohne die zurückgetretenen Johannes Thingnes und Tarjei Bö vor Frankreich (3+11/+15,3 Sekunden) und Schweden (3+14/+24,7) triumphierte. Das DSV-Quartett (0+9) hatte 55,7 Sekunden Rückstand.
Am Sonntag stehen in Östersund die Single-Mixed-Staffel (14:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) und die Mixed-Staffel (16:40 Uhr live bei Eurosport und discovery+) auf dem Programm.
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(mit SID)
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Staffel-Triumph zum Auftakt: Französinnen trotzen Unruhe im Vorfeld

Quelle: Eurosport


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