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Vetle Sjastad Christiansen kritisiert Verband nach Degradierung aus A-Kader: "Inkompetente Entscheidungen”
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Publiziert 11/01/2024 um 15:24 GMT+1 Uhr
Vetle Sjastad Christiansen wurde kurz vor Weihnachten trotz starker Leistungen im Weltcup aus dem A-Kader gestrichen. Dafür durfte Talent Johan-Olav Botn in Oberhof starten. Die Entscheidung des norwegischen Verbandes kann Christiansen weiter nicht nachvollziehen. "Ich war wütend", gestand der Staffel-Olympiasieger gegenüber "NRK": "Ich bin in den letzten Wochen ein bisschen abgetaucht."
Vetle Sjastad Christiansen ist in Ruhpolding wieder im A-Kader
Fotocredit: Getty Images
Seinem jungen Landsmann wollte der 31-Jährige zudem bei dessen Weltcup-Debüt "Ruhe gönnen. Das ist am Anfang nicht einfach, und es wäre auch nicht einfacher gewesen, wenn ich am Rand gestanden und mich über die Auswahl beschwert hätte."
In Richtung Verband meinte Christiansen allerdings: "Ich wollte keine Zeit mit inkompetenten Entscheidungen verschwenden. Mit inkompetent meine ich, dass der Verband in gewissem Maße einen der wichtigsten Grundsätze ignoriert hat: Es gibt Beispielfälle."
Man sei im Verband aber "so weit" von den eigenen Vorgaben abgerückt.
"Das wirft unsere Erwartungen und Vorhersehbarkeit als Sportler über den Haufen", kritisierte der Norweger, der in dieser Saison in Einzelrennen bereits vier Top-Ten-Plätze geholt hatte, darunter einen dritten Rang in der Verfolgung von Östersund.
Vetle Sjastad Christiansen in Ruhpolding wieder dabei
Dennoch war Christiansen im Gesamtweltcup nur sechstbester Norweger hinter Johannes Thingnes Bö (1.), Tarjei Bö (2.), Endre Strömsheim (3.), Johannes Dale-Skjevdal (4.) und Sturla Holm Lägreid (5.).
Es müsse immer "ein fairer Wettkampf sein", so der 31-Jährige: "Wenn ich auf gleicher Augenhöhe geschlagen werde, habe ich nichts dagegen. Wir sind in Norwegen große Konkurrenz gewöhnt. Es sollte keine feste Mannschaft geben. Aber man kann sich nicht aussuchen, wie man es für einige Athleten macht und für andere nicht."
Für Botn lief es bei seinem Debüt durchschnittlich. Mit der besten Laufzeit wurde er im Sprint nach einem nervösen Schießen (vier Fehler) 26., in der Verfolgung verbesserte er sich leicht (24. Platz). In Ruhpolding (live bei Eurosport und auf discovery+) ist Christiansen wieder dabei und kann beweisen, dass die Degradierung ungerechtfertigt war. Zum Auftakt lief er am Donnerstag in der Staffel neben Tarjei Bö, Dale-Skjevdal und Lägreid.
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Quelle: Eurosport
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