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Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Franziska Preuß und der berühmte "Flow" - Deutsche ist Topfavoritin bei WM
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Update 19/01/2025 um 16:13 GMT+1 Uhr
Franziska Preuß genoss den Jubel über den Staffelsieg in vollen Zügen - doch viel Zeit zum Feiern blieb der 30-Jährigen beim Heimweltcup in Ruhpolding nicht. Bereits am Sonntag geht es für Preuß im Massenstart über 12,5 km weiter. Im Kampf um das Gelbe Trikot steht die Top-Biathletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) dabei erneut im Fokus. Die befindet sich nämlich aktuell im "Flow".
Staffel-Highlights: DSV-Quartett sorgt für umjubelten Heimsieg
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Franziska Preuß schwebte auf den Schultern von Sportdirektor Felix Bitterling durch die tobende Chiemgau Arena, tanzte gemeinsam mit ihren Staffel-Heldinnen im Champions Park gelöst den Macarena.
"Erinnerungen, die ein Leben lang anhalten", schrieb die Gesamtweltcupführende bei Instagram. Der zweite Heimweltcup wurde spätestens mit dem nächsten Podium von Preuß im abschließenden Massenstart zur erhofften schwarz-rot-goldenen Festwoche.
Neben großen Glücksgefühlen sammelten die deutschen Biathleten am von der tränenreichen Rücktrittsankündigung von Johannes Thingnes Bö überlagerten Wochenende ordentlich Selbstvertrauen für die nahende Weltmeisterschaft.
Im Moment schaffe sie es "gut, die Gedanken im Kopf auszublenden. Es ist dieser berühmte Flow. Ich hoffe, das dauert noch an", betonte Preuß schon mit Blick auf den kommenden Weltcup in Antholz, vor allem aber auf den Jahreshöhepunkt in Lenzerheide vom 12. bis 23. Februar.
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Spannung pur auf der Schlussrunde: Preuß kämpft sich aufs Podest
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Preuß mit furioser Schlussrunde
Im Massenstart schob sie sich mit einer furiosen Schlussrunde noch von Platz vier auf zwei nach vorne. Schon bei der Staffel am Samstag hatte sie als Schlussläuferin ihre Klasse bewiesen, entschied ohne Nachlader mit zwei Schnellfeuereinlagen den Dreikampf mit Norwegen und Schweden für sich.
"Ein schöner Tag. Besser geht es nicht", sagte Preuß, die schon im Einzel Zweite geworden war. Dabei hatten in Vanessa Voigt und Julia Tannheimer krankheitsbedingt zwei wichtige Staffelstützen gefehlt.
Doch Stefanie Scherer und Sophia Schneider erwischten zusammen mit Preuß und Selina Grotian ein "perfektes Rennen". Man habe jetzt "zweimal in Folge in unterschiedlicher Besetzung gewonnen. Da baut sich viel Selbstvertrauen auf", sagte Bitterling.
Überhaupt war es das erste Mal seit dem Frühjahr 2017 in den Glanzzeiten von Laura Dahlmeier, dass eine deutsche Frauen-Staffel zwei Weltcuprennen hintereinander gewinnt. "Oh wie ist das schön", hallte bei Traumwetter quasi in Dauerschleife durch den Ruhpoldinger Hexenkessel.
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Sieg verschenkt: Bö mit Fehler beim letzten Schießen
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Preuß baut Vorsprung aus
"So ein Heimsieg macht was mit der gesamten Mannschaft", sagte Bitterling. Durch die jüngsten Erfolge habe sich eine neue Selbstverständlichkeit entwickelt.
Im Massenstart über 12,5 Kilometer leistete sich Preuß beim zweiten Schießen ihren einzigen Fehler, kämpfte sich aber noch eindrucksvoll zu ihrem achten Podest der Saison.
Damit baute sie ihren Vorsprung im Gesamtweltcup nach zwölf von 21 Rennen auf die am Sonntag neuntplatzierte Französin Lou Jeanmonnot auf 142 Zähler aus, das Rote Trikot im Massenstart verteidigte sie ebenso. "Mein Plan ist aufgegangen", sagte Preuß freudestrahlend.
Auch die zuletzt erheblich schwächelnden Männer hatten mit ihrem dritten Platz in der Staffel mal wieder einen Glanzpunkt gesetzt. Daran konnten sie im abschließenden Massenstart nicht ganz anknüpfen.
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"Was für ein Tag!" Preuß schießt Deutschland zum Staffel-Sieg
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Bö-Rücktritt überlagert Rennen
Als Bester des DSV-Quartetts kam Justus Strelow über 15 Kilometer auf Rang sieben, nach einer Strafrunde fehlten beim Premierensieg des Italieners Tommaso Giacomel 30 Sekunden aufs Podest. "Ich hoffe, es geht noch weiter nach vorne", sagte Strelow.
Überlagert wurde das Abschlussrennen vom tränenreichen Rücktritt von Dominator Bö. Der König kündigte am Samstag im Alter von 31 Jahren seinen Abschied an, überraschend ist schon beim Weltcupfinale am Holmenkollen im März Schluss.
Anders als ursprünglich geplant verzichtet er auf einen weiteren Olympia-Start im kommenden Jahr in Italien. "Jetzt ist es an der Zeit, meine Familie in den Vordergrund zu stellen", sagte der Superstar der vergangenen Jahre - und weinte.
Nach den großen Emotionen lieferte Bö am Sonntag allerdings gleich wieder ab, im Massenstart reichte es trotz zwei Fehlern zu einem starken dritten Rang.
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(SID)
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Staffel-Highlights: DSV-Quartett sorgt für umjubelten Heimsieg
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