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Biathlon-Weltcup in Ruhpolding: Sebastian Samuelsson gewinnt Sprint-Rennen - David Zobel schafft Olympia-Norm
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Update 17/01/2026 um 18:15 GMT+1 Uhr
Die deutschen Biathleten haben beim Heim-Weltcup in Ruhpolding einen weiteren Podestplatz klar verpasst. Nach dem dritten Platz mit der Staffel war David Zobel als Neunter im Sprint der beste Deutsche, nach fehlerfreiem Schießen und zehn Kilometern fehlten ihm 13,5 Sekunden aufs Treppchen. Nach Rang zwölf im Sprint von Oberhof erfüllte der 29-Jährige aber als vierter Deutscher die Olympia-Norm.
Highlights: Samuelsson lässt den Knoten platzen - Giacomel erneut stark
Quelle: Eurosport
David Zobel kämpfte für seinen Olympia-Traum um jede Sekunde, schmiss sich mit einem Ausfallschritt ins Ziel. Dann ließ er sich vom Publikum in der Chiemgau Arena feiern, ehe das bange Warten begann - und die Erlösung folgte:
Der 29-Jährige knackte mit Rang neun und seinem damit zweiten Saisonergebnis unter den besten 15 die Olympia-Norm. Dass trotz fehlerfreiem Schießen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding nach zehn Kilometern letztlich 13,5 Sekunden aufs Podest fehlten, war Nebensache.
"Die Schlussrunde war richtig hart. Da habe ich mich schon angefeuert, dass der olympische Traum lebt und es nicht mehr weit ist. Es hat schon richtig Bock gemacht", sagte Zobel mit einem breiten Grinsen: "Über den Sommer war ganz klar ein Ziel: Olympia. Jetzt mit der vollen Norm dazustehen, gibt sehr viel Selbstvertrauen."
Er habe bereits den ganzen Winter nach den 100 Prozent am Schießstand gesucht, "nun habe ich sie endlich gefunden".
Samuelsson uneinholbar in der Loipe
Auf den überragenden Sieger Sebastian Samuelsson fehlten vor 16.900 Zuschauern letztlich 47,6 Sekunden. Hinter dem Schweden landeten der Gesamtweltcupführende Tommaso Giacomel (1 Strafrunde/+17,6 Sekunden) aus Italien sowie der Norweger Isak Frey (0/+34,1).
Die möchte Zobel in der Verfolgung am Sonntag (15:00 Uhr/Eurosport und HBO Max) angreifen. "Ich werde versuchen, die Stimmung zu nutzen und die anderen zu kitzeln", frohlockte er. Die Flower Ceremony der besten Sechs sei "nicht weit weg".
Deutsche Biathleten als Außenseiter zu Olympia
Dennoch ist nicht erst seit dem Sprint von Ruhpolding klar, dass die deutschen Biathleten bei Olympia als Außenseiter in die Einzel-Rennen gehen.
"Klar, Favoriten sind andere. Aber Underdog-Siege sind eh viel geiler", betonte Zobel. Es müsse "ein Sensationstag gelingen, damit wir da mitmischen können", sagte der nach einer Strafrunde auf Rang elf gelandete Nawrath - so wie ihm selbst beispielsweise in der Vorwoche mit Rang zwei in Oberhof.
Am Dienstag findet die offizielle Nominierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) statt, die Verantwortlichen im Biathlon müssen entsprechend nach den Rennen in Ruhpolding ihren Vorschlag einreichen.
Gesetzt sind Nawrath, Strelow, der beim Heim-Weltcup krank fehlende Philipp Horn und nun eben auch Zobel. Lucas Fratzscher (2/+1:28,8), Danilo Riethmüller (4/+2:07,5) und Johannes Kühn (3/+2:09,2) kämpfen um den fünften Startplatz, konnten aber auch am Samstag noch nicht einmal eine Teilnorm liefern.
Preuß will endlich ihren ersten Podestplatz
Bei den Frauen hat mit Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer und Anna Weidel bereits ein Quintett die Vorgaben erfüllt. Die im Dezember wegen einer Corona-Erkrankung lange ausgefallene Selina Grotian schaffte im Sprint die erste Teilnorm, muss in der Verfolgung am Sonntag (12:30 Uhr/Eurosport und HBO Max) noch ein weiteres Ergebnis unter den besten 15 liefern.
Preuß jagt dann in ihrem "Wohnzimmer" nach Rang fünf im Sprint das erste Podest des Winters. Das wäre "nochmal so ein kleiner Dosenöffner" Richtung Olympia, mutmaßte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling. Sie erwarte angesichts der engen Abstände "ein spannendes Rennen", sagte die Gesamtweltcupsiegerin: "Ich versuche, den Flow mitzunehmen und das Rennen zu genießen. Es ist viel möglich."
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(SID)
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