Olympia 2026 - Biathlon: Philipp Horn verpasst bei Gold von Johannes Dale Medaille - Sorgen um Tommaso Giacomel

Philipp Horn hat bei Olympia 2026 im abschließenden Massenstart-Rennen eine bärenstarke Leistung gezeigt und in Antholz mit nur einem Schießfehler Platz vier belegt (+35,5 s). Olympiasieger über die 15 Kilometer wurde der Norweger Johannes Dale-Skjevdal, der viermal alle fünf Scheiben abräumte. Silber ging an Landsmann Sturla Holm Lägreid (+10,5) vor Quentin Fillon Maillet (+25,6) aus Frankreich.

Krimi um Bronze! Horn muss sich Fillon Maillet geschlagen geben

Quelle: Eurosport

"In jedem Weltcuprennen würde ich mich über einen vierten Platz freuen. Es war eine richtig gute Leistung, mit nur einem Schießfehler und nicht einfachen Bedingungen", erklärte Philipp Horn am Eurosport-Mikrofon. "Aber wenn man weiß, dass es das letzte olympische Rennen und die letzte Chance auf eine Medaille für mich war, dann tut so ein vierter Platz doch weh."
Er sei "das ganze Rennen irgendwie fast ein bisschen überrascht gewesen, dass es so gut lief", sagte Horn. Aber als ihm DSV-Sportdirektor Felix Bitterling vor der letzten Runde zurief, dass Fillon Maillet mit sechs Sekunden Rückstand folgen würde, "da habe ich mir gesagt: Warum nicht jemand Anders? Er ist eine absolute Maschine, eine Macht. Er hat dann so viel Druck gemacht, das war unnormal - und ich bin dann krepiert."
Deshalb überwiege "im Moment ganz klar die Enttäuschung. Normalerweise knackt man mich nicht so schnell, wenn es um die Wurst geht. Ich war einfach nicht stark genug", räumte Horn frustriert ein - auch wenn er gleichzeitig "super happy war, dass ich am Schießstand so gut durchgekommen bin". Doch der einzige Fehler bei der letzten Einlage war bei schwierigen Windverhältnissen dann doch der eine zu viel gewesen.

Sorge um Giacomel: Aus nach Führung

Mit Philipp Nawrath, David Zobel und Horn schickte der DSV ein Trio in den Showdown der besten 30 Biathleten. Der Auftakt glückte, alle blieben beim ersten Schießen im Liegendanschlag fehlerfrei.
Mitfavorit und Lokalmatador Tommaso Giacomel musste den Massenstart kurz darauf auf der dritten Runde abbrechen, der Italiener fasste sich an die Herzgegend, setzte sich im Wald in den Schnee.

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"Das ist ein Schock": Giacomel steigt im Massenstart plötzlich aus

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Ersten Informationen von der Strecke zufolge soll Giacomel sofort vom Teamarzt behandelt worden sein. Es gehe ihm einigermaßen gut.
Bis zu diesem Zeitpunkt lag der Südtiroler, der in den beiden Liegendanschlägen alle zehn Scheiben getroffen hatte, auf Medaillenkurs.

9,9 Sekunden fehlen Horn zu Bronze

Derweil zeigte Horn ein beherztes Rennen. Der 31-Jährige blieb bei den ersten drei Schießeinlagen ohne Fehler und ging hinter dem Norweger Johannes Dale-Skjevdal auf Position zwei in die vierte Laufrunde.
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Enttäuschter Horn über Platz vier: "War einfach nicht stark genug"

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Nach einem Schießfehler zum Abschluss lag Horn immer noch auf Rang drei, ehe er auf der Schlussrunde den Franzosen Quentin Fillon Maillet vorbeiziehen lassen musste.
Im Ziel fehlten nur 9,9 Sekunden aufs Podium. Bemerkenswert: Fillon Maillet sicherte sich Bronze, obwohl er beim Schießen viermal patzte.
Das kompensierte der 33-Jährige allerdings mit der schnellsten Lauf- und der zweitschnellsten Schießzeit.
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Wieder die Null! Horn bringt sich in Medaillennähe

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Nawrath leistete sich insgesamt fünf Schießfehler, landete aber mit 2:05,3 Minuten Rückstand als Siebter immerhin in den Top Ten.
"Das Ziel war es eigentlich, konsequent und ruhig am Schießstand zu arbeiten. Bei dem Wind ist jeweils ein Fehler noch in Ordnung, aber die drei hinten raus tun schon extrem weh. Deswegen ist mein Vorsatz nicht mehr aufgegangen", räumte Nawrath im Eurosport-Interview ein.

Zobel mit sieben Schießfehlern weit zurück

Zobel erwischte es bei teils schwierigen Windverhältnissen noch schlimmer. Der 29-Jährige zielte siebenmal daneben, handelte sich damit 4:32,4 Minuten Rückstand ein und musste mit Platz 23 vorliebnehmen.
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Highlights: Dale-Skjevdal schießt sich zu Gold, Horn verpasst Bronze

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Die deutschen Männer blieben damit die zweiten Winterspiele in Folge ohne Medaille in einer Einzel-Disziplin.

Rösch: "Undankbare Aufgabe für Horn in letzter Runde"

Eurosport-Experte Michael Rösch, 2006 Olympiasieger mit der Staffel, hob dennoch die positiven Aspekte hervor. "Es war ein sensationell starkes Rennen von Philipp. Ja, es gibt Medaillen nur bis Platz drei, aber ich will eine Lanze brechen für die Jungs und Mädels. Keiner will vierte Plätze", so der 42-Jährige.
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Röschs Rat an Horn: "Stell dir drei Bier quer in die Kehle"

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Überdies sei es für Horn "eine undankbare Aufgabe in der letzten Runde gegen Quentin gewesen, der Laufbester war und wahnsinniges Material hatte", wie Rösch unterstrich.
Zum Abschluss der Biathlon-Wettbewerbe bei diesen Winterspielen bestreiten die Frauen am Samstag (14:15 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max) den Massenstart.

Letzte Chance für Preuß - DSV droht historischer Tiefpunkt

Es wird das letzte Olympia-Rennen für Franziska Preuß, die nach herben Rückschlägen in Antholz auf die erste Einzelmedaille ihrer olympischen Karriere hofft.
Die bislang einzige Podestplatzierung für Deutschlands Biathleten in Antholz gab es gleich im ersten Rennen, als das DSV-Quartett in der Mixed-Staffel den Bronzerang erreichte.
Bleibt es dabei, wäre das schlechteste Abschneiden seit der Wiedervereinigung perfekt. 2014 und 2022 hatte es immerhin jeweils noch zweimal Edelmetall gegeben.
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Die Entscheidung! Dale bleibt fehlerfrei und holt Massenstart-Gold

Quelle: Eurosport


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