Stina Nilsson muss nach Degradierung im IBU-Cup starten - auch dort hat die frühere Olympiasiegerin Probleme

Stina Nilsson durchlebt eine sportlich schwierige Zeit. Die frühere Olympiasiegerin im Langlauf-Sprint, die vor drei Jahren zum Biathlon gewechselt ist, wurde in der vergangenen Woche in den zweitklassigen IBU Cup versetzt. Statt sich dort Selbstvertrauen über gute Ergebnisse zu holen, musste die Schwedin nun aber auch in der "zweiten Liga" ein regelrechtes Debakel hinnehmen.

Stina Nilsson

Fotocredit: Imago

Zum Weltcup-Auftakt im heimischen Östersund hatte es für die 30-Jährige nur zu Rang 84 im Einzel und 69 im Sprint gereicht. Grund genug für den deutschen Trainer der schwedischen Biathleten, Johannes Lukas, die frühere Langläuferin aus dem Kader zu streichen.
In Hochfilzen wurde sie durch die zehn Jahre jüngere Sara Andersson ersetzt und musste stattdessen im schwedischen Idre Fjäll im IBU Cup antreten.
Dort sollte sich die Goldmedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018 ihr verloren gegangenes Selbstvertrauen wiederholen - ohne Erfolg. So kam Nilsson im ersten Sprint des Wochenendes nach sechs Schießfehlern auf Platz 42. Dort verbuchte die Langlauf-Olympiasiegerin von 2018 "nur" die zehntschnellste Laufzeit.
Unwesentlich besser lief es im zweiten Sprint, auch dort schoss sie vier Mal daneben. Am Ende sprang Rang 25 heraus.

Schwierige Saison-Vorbereitung für Nilsson

Im abschließenden Verfolgungsrennen dann immerhin ein Lichtblick: Als Zweitschnellste im Feld zeigte sich die zweimalige Langlauf-Weltmeisterin in der Spur deutlich verbessert, sechs Strafrunden bedeuteten aber wieder nur Platz 16.
Grund für die mangelnde Form könnte die durch Erkältungen und Krankheiten erschwerte Saisonvorbereitung sein. Eine Rückkehr in den Weltcup dürfte mit solchen Leistungen wie am vergangenen Wochenende noch schwerer geworden sein. Zumal sich nach Östersund bereits kritische Stimmen breit machten.
"Es wird bald Zeit, sie zu ersetzen. Wenn die jüngeren Mädchen auch noch nachkommen, ist es wichtig, dass sie sich ausprobieren können", hatte die schwedische TV-Expertin Helena Ekholm Nilsson während der TV-Übertragung kritisiert.
Stina Nilsson wiederum weiß genau, dass sich der Wind sehr schnell drehen kann, wenn die Ergebnisse wieder passen sollten.
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Quelle: Eurosport

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