Schwedens Biathleten mit Sondertraining gegen schwache Leistungen am Schießstand: spezielle Methode "unglaublich schwer"
VonNiklas Bien
Publiziert 15/11/2024 um 15:48 GMT+1 Uhr
Schweden gehört zu den besten Biathlon-Nationen - das ist kein Geheimnis. Dass es in der abgelaufenen Weltcupsaison allerdings nicht zu noch besseren Ergebnissen im Gesamtweltcup gereicht hat, als den siebten Platz von Elvira Öberg und den neunten von Sebastian Samuelsson, hängt mit einer konkreten Schwäche zusammen: Am Schießstand performen alle Top-Nationen besser - das soll sich nun ändern.
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Quelle: Eurosport
Die Problemzone der schwedischen Starter ist bei einem Blick auf die Daten relativ leicht zu entschlüsseln: In der Laufzeittabelle ist das schwedische Team ordentlich unterwegs - beim Schießen hapert es jedoch.
Unter den fünf besten Biathlon-Nationen schneiden die schwedischen Männer beim Schießen am schlechtesten ab, die Frauen am zweitschlechtesten. Deutschland ist bei den Frauen derweil sogar an der Spitze, bei den Männern auf dem zweiten Platz.
"Das Laufen ist auf einem sehr hohen Level, aber wir haben bei der Trefferquote etwas verloren", sagte Schwedens Cheftrainer Johannes Lukas zu "SVT".
"Damit geben wir uns nicht zufrieden, wir wollen die Besten der Besten sein", betonte Schießtrainer Johan Hagström.
Trockentraining als Schlüssel zum Erfolg
Um in der kommenden Saison auch im Schießen die Besten der Besten zu sein, wählen die Schweden nun einen ganz speziellen Trainingsansatz: Das Trockentraining.
"In einer Sitzung stehen wir 20 Minuten lang im Stehen und halten nur die Waffe fest, und es ist unglaublich schwer", erklärte Martin Ponsiluoma, der im vergangenen Jahr Zehnter im Gesamt-Weltcup wurde.
Beim Trockentraining sollen vor allem die langsamen Muskelfasern angeregt und so die Rumpfstabilität trainiert werden. Möglicherweise ein Schlüssel zu besseren Ergebnissen, aber trotzdem keine Lieblingsmethode der Sportler.
"Es ist nicht etwas, das ein Lieblingstraining von meiner Seite war, weil man nicht wirklich das Gefühl hat, dass es einem so viel gibt", sagte etwa Elvira Öberg.
Erste Bewährungsprobe in Finnland
Wie viel die speziellen Trainingsvarianten wirklich bewirkt haben, zeigt sich dann beim Weltcupauftakt im finnischen Kontiolahti Ende November.
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