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Tiril Eckhoff bereitet Biathlon-Szene weiter Sorgen: Norwegischer Star verpasst Trainingslager in Oberhof
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Publiziert 03/10/2022 um 20:20 GMT+2 Uhr
Hinter Tiril Eckhoff steht zurzeit ein großes Fragezeichen. Seit Monaten läuft die Biathlon-Koryphäe ihrer Form hinterher und hat mit den Folgen ihrer Corona-Infektion zu kämpfen. Wie Patrick Oberegger, Cheftrainer der norwegischen Nationalmannschaft, gegenüber "TV2" bestätigte, wird Eckhoff nun auch dem Trainingslager in Oberhof fernbleiben - und bereitet der Biathlon-Welt weiter Sorgen.
Tiril Eckhoff hat mit den Folgen ihrer Corona-Infektion zu kämpfen
Fotocredit: Getty Images
"Die Hoffnung war, dass sie nach Oberhof kommt. Aber wenn sie unsicher ist und wir im Trainerstab unsicher sind, werden wir vielleicht feststellen, dass sie mehr Zeit für sich braucht, um sich auf die eigene Entwicklung zu konzentrieren", erklärte Oberegger die Abwesenheit der 32-Jährigen.
Die zweimalige Olympiasiegerin befinde sich seit dem vergangenen März in einem Tief. "Eine Zeit lang gab es große Fortschritte, und dann gab es etwas mehr Widrigkeiten", führte der ehemalige Biathlet aus.
"Jetzt zählt nicht nur der Sport, sondern dass es Tiril im normalen Leben gut geht. Sport ist nur ein Teil davon. Sie muss ein gutes Leben haben, das ist jetzt das Wichtigste für uns." Demnach werde Eckhoff selbst entscheiden, wann sie wieder zurückkommt.
"Wir müssen das Training mit Tiril gut dosieren. Sie trainiert. An manchen Tagen ist es etwas besser, an manchen Tagen ist es etwas schlechter. Aber sowohl der Norwegische Skiverband als auch wir im Trainerteam unterstützen Tiril. Sie kann und muss sich die Zeit nehmen, die sie braucht", stärkte Oberegger seinem Schützling den Rücken.
Eckhoff dachte sogar an Karriereende
Im September hatte Eckhoff einen Einblick in ihre Leidenszeit gegeben. Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2020/21 habe nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus an anhaltenden Schlafstörungen gelitten. "Ich habe nicht auf meinen Körper gehört", gestand sie gegenüber "TV2".
Die Folgen ihrer Krankheit seien sogar so schwerwiegend gewesen, dass sie über ein Karriereende nachgedacht hätte. "Ich wollte den Menschen, die mir zur Seite gestanden haben, wirklich etwas zurückgeben, aber das konnte ich dann nicht mehr. Und danach habe ich eine kleine Lebenskrise gespürt, wenn man so will."
Die Gedanken über einen möglichen Rücktritt habe sie jedoch wieder vom Tisch gewischt. Die Sorgen um den Star der Biathlon-Szene halten aber weiter an.
Der Startschuss für die neue Biathlon-Saison fällt am 26. November im finnischen Kontiolahti.
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Quelle: Eurosport
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